30 Millionen US-Dollar: Streit um Dungeons & Dragons
Im Streit um das Onlinerollenspiel Dungeons & Dragons verklagt dessen Entwicklerstudio Turbine(öffnet im neuen Fenster) seinen Geschäftspartner Atari auf 30 Millionen US-Dollar Schadensersatz. Turbine ist der Auffassung, dass Atari für die Vermarktung des kürzlich in den USA auf ein Free-to-play-Modell umgestellten MMORPGs zwar große Versprechungen gemacht habe – weswegen der Vertrag zwischen beiden Unternehmen im Mai 2009 sogar verlängert worden sei. Letztlich habe Atari die Zusagen aber nicht eingehalten und viel zu wenig für das Spiel getan.
Als Grund gibt Turbine an, dass Atari sich stattdessen auf sein eigenes Onlinerollenspiel im D&D-Universum konzentriere. Dabei soll es sich um Neverwinter Nights handeln. Das ist offiziell noch nicht angekündigt, soll sich Gerüchten zufolge aber bei Crytpic Studios in der Produktion befinden.
Offiziell arbeitet Cryptic Studios momentan nur an zwei Onlinerollenspielen. Champions Online basiert auf dem Pen-and-Paper-Rollenspiel Champions und soll im Herbst 2009 fertig werden. Star Trek Online erscheint nach aktuellem Stand 2010. Cryptic gehört seit Ende 2008 zu Infogrames, der Muttergesellschaft von Atari.
Mit den Vorgängen um den neuen Rechtsstreit ist das Onlinerollenspiel Dungeons & Dragons weiter vom Unglück verfolgt. Eigentlich hätte die populäre Rollenspielvorlage auch im Internet das Zeug zum großen Erfolg. Aber vor Veröffentlichung hat es lange gedauert, bis die weltweiten Publishing- und Distributionsverträge unterschrieben waren. Die Startphase war von enttäuschten Kritiken begleitet – und vielen Spielern ist das Programm bis jetzt zu wenig zugänglich und spannend.
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