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Medion The Touch - Blu-ray und Multitouch fürs Wohnzimmer

All-in-One-Gerät soll traditionelle Wohnzimmergeräte verdrängen. Medions The Touch X9613 soll viele Geräte im Wohnzimmer vereinen. Es verfügt über einen Blu-ray-Player und kann Hi-Fi-Komponenten ersetzen. Das Gerät ist auch ein Wohnzimmercomputer, dessen Display der Nutzer mit mehreren Fingern bedienen kann. Oder er kann mit The Touch sprechen.
/ Andreas Sebayang
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Medions The Touch X9613 ist ein Wohnzimmer-PC, der Teile des Multimedia-Equipments eines Wohnzimmers überflüssig machen soll. Im X9613 steckt ein berührungsempfindlicher 24-Zoll-Bildschirm mit einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln. Das spiegelnde Display dunkelt sich entsprechend der Helligkeit der Umgebung ab. Dank Blu-ray-Laufwerk, das auch DVDs beschreiben und sogar mit der DVD-RAM umgehen kann, und dank Media Center sollen weitere Zuspielgeräte ersetzt werden. Für den Fernsehempfang hat das Gerät eine DVB-S- und eine DVB-T-Empfangseinheit. Für analoges Fernsehen steckt ein Tuner in dem Gerät.

Im Inneren des Rechners soll Notebooktechnik arbeiten. Zwei 500-GByte-Festplatten werden unter anderem für Fernsehaufnahmen genutzt. Ob es leise Notebookfestplatten sind, konnte Medion noch nicht sagen. Dem Prozessor, je nach Ausstattung bis hin zu einer Quad-Core-CPU der Q9000-Serie von Intel, stehen 4 GByte RAM zur Seite. Die Grafikausgabe übernimmt Nvidias Geforce GT240M mit 1 GByte Grafikspeicher.

Die The-Touch-Geräte arbeiten laut Medion mit "Next Windows Optical-Touch-Technik" und bieten Multitouch. Das ist dieselbe Technik, die auch HPs Touchsmart-PCs nutzen. Um Multitouch auszunutzen, setzt Medion bereits auf Windows 7 Home Premium und installiert neben einer eigenen Anwendungssammlung auch Microsofts Touch Pack. Medions eigene Programmsammlung Touch Centre erlaubt zudem die Betrachtung von E-Mails oder Bildern in einer für die Fingerbedienung geeigneten Umgebung.

Die Geräte der The-Touch-Serie können dank eines Mikrofons mit hoher Reichweite auch mit der eigenen Sprache gesteuert werden. Bei der Vorführung im lauten Raum mit Vorseriengeräten funktionierte das allerdings noch nicht. Außerdem versteht Laura, der weibliche Medion-Avatar, bisher nur die englische Sprache. Französisch und Deutsch sollen aber bis zum Produktstart Ende Oktober 2009 hinzukommen. Medion nutzt hier die Erfahrung der eigenen Navigationsgeräte.

Als dritte Steuermöglichkeit bietet das X9613 eine Multimediabar unterhalb des Displays. Auffallendstes Merkmal ist ein Lautstärkeregler in Form eines runden Drehknopfs, wie er von Hi-Fi-Verstärkern bekannt ist. Er soll den Multimediaanspruch unterstreichen. Allerdings macht er im Vergleich zu schwergängigen und massiven Lautstärkereglern einen eher billigen Eindruck. Weitere berührungsempfindliche Elemente sind für die Multimediasteuerung vorgesehen. Die einzelnen Berührungsflächen leuchten zur besseren Erkennung auf, ein Annäherungssensor schaltet sie bei Bedarf ein. Solange kein Nutzer in der Nähe ist, bleibt die Multimediabar also schwarz.

Zusätzlich bietet die Multimediabar ein kleines, berührungsempfindliches 3,5-Zoll-Display in der Mitte. Es stellt Informationen des Rechners mit Microsofts Sideshow-Technik bereit, die PC-Hersteller nur selten nutzen. So soll der Nutzer etwa seinen Facebook-Account abrufen oder das Wetter überprüfen können, ohne auf den Rechner selbst zugreifen zu müssen.

Ein Fingerabdruckleser an der linken Seite dient der Benutzerverwaltung. Einzelne Mitglieder des Haushalts können so immer mit ihren Einstellungen am X9613 arbeiten.

Natürlich lässt sich Medions Wohnzimmercomputer auch mit einer Tastatur bedienen. Eine drahtlose Tastatur mit Touchpad wird dem Gerät beigelegt. Um weitere externe Geräte anzuschließen, gibt es drei USB-Anschlüsse, einen eSATA-Anschluss, einen ExpressCard/54-Schacht, Bluetooth 2.1 und einen GbE-Netzwerkanschluss. Alternativ kann das X9613 auch an ein WLAN angebunden werden. Laut Hersteller wird auch 802.11n-Draft unterstützt. Für Bildübertragungen an oder von anderen Geräten stehen ein HDMI-Eingang, eine Euro-SCART-Buchse und je ein VGA-Eingang und -Ausgang bereit. Zur Ausgabe von Audiomaterial gibt es Line-In und Line-Out sowie einen S/P-DIF-Ausgang. Auch über HDMI können Audiosignale an einen Verstärker weitergeleitet werden. Für Fotos steht ein SD-Karten-Leser an der Seite zur Verfügung. Zur Ausstattung gehören auch eine Webcam, zwei integrierte Lautsprecher und ein Subwoofer im Inneren des Gerätes.

Medion plant, die bereits vorhandenen Geräte dem Publikum auf der IFA 2009 vorzustellen, die vom 4. bis 9. September 2009 in Berlin stattfinden wird. Allerdings steht noch Arbeit an der Software aus, so dass eventuell noch nicht alles funktionieren wird. Die Geräte sollen zum Marktstart von Windows 7 Ende Oktober auf den Markt kommen. Genug Zeit also, die Software zu verbessern und zu erweitern. Die Preise liegen je nach Konfiguration zwischen 1.500 und 2.000 Euro.


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