GSM per Distributed Computing hacken
Ein Open-Source-Distributed-Computing-Projekt soll die GSM-Verschlüsselung A5/1(öffnet im neuen Fenster) knacken. Das berichtet Cnet(öffnet im neuen Fenster). Angekündigt hat Nohl das Projekt demnach bereits auf der Konferenz Hacking at Random 2009(öffnet im neuen Fenster) in den Niederlanden, die Mitte August stattgefunden hat. Die Folien zu seinem Vortrag gibt es als PDF(öffnet im neuen Fenster) zum Download.
Mittels einer Software(öffnet im neuen Fenster) sollen die geheimen Schlüssel berechnet werden. Nohl will diese dann als Codebuch veröffentlichen, mit dem sich Gespräche entschlüsseln und SMS sowie andere Daten ausspionieren ließen. 80 Hochleistungsrechner bräuchten für einen Brute-Force-Angriff(öffnet im neuen Fenster) auf A5/1 etwa drei Monate. 160 Computer könnten hingegen in ein bis anderthalb Monaten die nötigen Rainbow Tables(öffnet im neuen Fenster) berechnen. Nohls Software setzt dabei auf moderne Techniken, um den Grafikprozessor für die Berechnungen mitzunutzen.
Laut Nohl werden keine neuen Sicherheitslücken geschaffen. Vielmehr gehe es darum, eine Sicherheitslücke bekanntzumachen, die laut Nohl schon 15 Jahre existiert. Sie soll auch aktiv ausgenutzt werden, dafür gebe es kommerzielle Tools, so Nohl.
Den Netzbetreibern empfiehlt Nohl, entweder die Verschlüsselung umzustellen oder Telefonate direkt über UMTS laufen zu lassen, das bereits eine stärkere Verschlüsselung(öffnet im neuen Fenster) nutzt. So lange sollten Anwender auf Verschlüsselungssoftware setzen. Organisationen wie Amnesty International und Greenpeace praktizieren dies laut Nohl bereits. Das funktioniert aber nur, wenn beide Gesprächspartner die Software haben.
Schon 2008 hatte eine Gruppe versucht, die GSM-Verschlüsselung zu knacken(öffnet im neuen Fenster).
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