• IT-Karriere:
  • Services:

Britische Regierung erwägt wieder Netzsperren

Wirtschaftsministerium fordert härteres Vorgehen gegen Filesharer

Eigentlich war die britische Regierung Anfang 2009 von Zugangssperren für Filesharer abgerückt, aber das Wirtschaftsministerium hat sie wieder auf die Tagesordnung gesetzt.

Artikel veröffentlicht am ,

Das britische Wirtschaftsministerium, das Department for Business, Innovation and Skills (BIS), fordert ein härteres Vorgehen gegen Nutzer, die illegal urheberrechtlich geschützte Inhalte über das Internet tauschen. Zu den vom BIS vorgeschlagenen Maßnahmen gehört unter anderem, Nutzern, die wiederholt dabei erwischt werden, die Bandbreite einzuschränken, den Zugang zu Seiten, auf denen solche Inhalte angeboten werden, zu verwehren und als ultima ratio ihren Internetzugang zu sperren.

Positionspapier sieht technische Maßnahmen erst 2012 vor

Stellenmarkt
  1. Universitätsklinikum Frankfurt, Frankfurt am Main
  2. Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), Düsseldorf

Das von Kommunikationsminister Stephen Carter herausgegebene Positionspapier Digital Britain, in dem die Regierung von Premierminister Gordon Brown ihre Digitalstrategie beschrieben hat, schlägt vor, Nutzern lediglich Benachrichtigungen zu schicken und sie darauf aufmerksam zu machen, dass illegales Tauschen von Dateien strafbar ist. Die härteste Maßnahme, die Digitale Britain vorsieht, ist die Einschränkung der Brandbreite. Die soll jedoch nicht vor 2012 eingeführt werden.

Dem BIS unter der Leitung von Wirtschaftsminister Peter Mandelson geht das aber nicht schnell genug. Es fordert deshalb eine rasche Umsetzung technischer Maßnahmen, schließlich veränderten sich Technik und das Verhalten. Es sei daher wichtig, dass die Medienaufsichtsbehörde Office of Communications (Ofcom) schnell auf ungesetzliches Verhalten reagieren könnte, sagte Finanzstaatssekretär Stephen Timms. Es gebe Bedenken, dass die Vorschläge von Digital Britain ein entschlossenes Vorgehen gegen den Dateitausch hinauszögerten. Das sei jedoch den Rechteinhabern gegenüber unfair, so Timms.

Provider sind gegen Sperren

Timms' Forderung hat sogleich die Gegner auf den Plan gerufen, berichtet die BBC. Dazu gehören neben Oppositionspolitikern und Bürgerrechtlern wie die Open Rights Group auch Zugangsanbieter. Ein hochrangiger Mitarbeiter des Providers Talk Talk etwa sagte der BBC, er halte die Sperren zum einen für rechtlich bedenklich, zum anderen für unwirksam. Dafür könnten Unbeteiligte betroffen sein, wenn ein Internetzugang gesperrt werde, den sich mehrere Nutzer teilen. Auch eine Vertreterin von Virgin Media sprach sich gegen die Pläne des BIS aus.

Die jetzt wieder erhobene Forderung nach Netzsperren für Filesharer stellt eine erneute Kehrtwende in der britischen Politik dar: Hatte die Regierung in London im vergangenen Jahr noch die Sperren gefordert, war sie Anfang 2009 davon abgerückt. Ein Vorhaben, das Loi Hadopi, wird seit Monaten auch in Frankreich debattiert.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 29,99€
  2. 7,99€

Monte Video 26. Aug 2009

Wir in Deutschland können immer noch aus Protest die Piraten-Partei wählen. Wenn dies...


Folgen Sie uns
       


Golem.de baut das Makerphone zusammen (Zeitraffer)

Das Makerphone ist ein Handy zum Zusammenbauen. Kinder wie auch Erwachsene können so die Funktionsweise eines Mobiltelefons nachvollziehen.

Golem.de baut das Makerphone zusammen (Zeitraffer) Video aufrufen
Hildmann, Naidoo, Identitäre: Warum Telegram bei Rechten so beliebt ist
Hildmann, Naidoo, Identitäre
Warum Telegram bei Rechten so beliebt ist

Wer auf Telegram hetzt, den Holocaust leugnet oder Verschwörungsideologien verbreitet, muss nicht befürchten, dass seine Beiträge gelöscht werden. Auch große Gruppen fallen dort nicht unters NetzDG, die Strafverfolgung ist schwierig.
Ein Bericht von Stefan Krempl


    Golem on Edge: Wo Nachbarn alles teilen - auch das Internet
    Golem on Edge
    Wo Nachbarn alles teilen - auch das Internet

    Mehr schlecht als recht arbeiten zu können und auch nur dann, wenn die Nachbarn nicht telefonieren - das war keine Dauerlösung. Wie ich endlich Internet in meine Datsche bekommen habe.
    Eine Kolumne von Sebastian Grüner

    1. Anzeige Die voll digitalisierte Kaserne der Zukunft
    2. Keine Glasfaser, keine IT-Kompetenz Schulen bemühen sich vergeblich um Geld aus dem Digitalpakt
    3. Kultusministerien Schulen rufen kaum Geld aus Digitalpakt ab

    Elektromobilität: Ein Schiff, angetrieben durch die Kraft der Wellen
    Elektromobilität
    Ein Schiff, angetrieben durch die Kraft der Wellen

    Ein philippinischer Schiffbauer hat ein elektrisch angetriebenes Schiff entworfen, das den Strom für die Maschine selbst erzeugt.

    1. Elektromobilität Neues Elektroschiff für Fahrten durch norwegische Fjorde
    2. Autonomes Schiff IBM testet KI-Kapitän für autonome Mayflower
    3. Induktives Laden Elektrofähre in Norwegen lädt drahtlos

      •  /