Abo
  • IT-Karriere:

Fischroboter aus einem Guss

Zappelnder Roboter aus Polymer schwimmt wie ein Fisch

Wissenschaftler am Massachusetts Institute of Technology haben Roboter in Form von Fischen gebaut. Das Besondere an den Fischrobotern ist ihre Konstruktion und die Art und Weise, wie sie sich fortbewegen.

Artikel veröffentlicht am ,

Geht es nach Kamal Youcef-Toumi und Pablo Valdivia Y Alvarado vom Massachusetts Institute of Technology (MIT), werden künftig Schwärme von fischförmigen Robotern durch Gewässer patrouillieren. Sie sollen unter Wasser Aufgaben übernehmen, für die herkömmliche Unterwasserroboter, sogenannte Autonomous Underwater Vehicle (AUV), nicht taugen. Sie könnten zum Beispiel nach Schadstoffen Ausschau halten oder Rohrleitungen nach undichten Stellen absuchen.

 

Stellenmarkt
  1. BWI GmbH, Meckenheim, München
  2. Hays AG, Hamburg

Die robusten, knapp 30 cm langen Roboter sind denkbar einfach gebaut: Gerade mal zehn Bauteile befinden sich in ihrem Inneren, darunter ein kleiner Motor. Die Bauteile kommen in eine fischförmige Gussform, in die flüssiges Polymer gegossen wird. Ist der Kunststoff ausgehärtet, ist der Fischroboter fertig: Er hat einen kompakten Körper, der aus einem einzigen, flexiblen Stück besteht und nicht wie bei anderen Fischrobotern aus mehreren Segmenten. Diese Bauart erleichtere es, die Bewegungen eines Fisches zu simulieren, so die Wissenschaftler.

Motor lässt den Fischroboter zappeln

Der Motor, der in der Mitte des Roboters sitzt, erzeugt Zappelbewegungen, die durch den Körper laufen. Sie gleichen den Bewegungen, mit denen sich auch Fische fortbewegen. "Die meisten Schwimmtechniken kann man nachahmen, indem man die natürlichen Schwingungen von weichen Strukturen ausnutzt", sagt Valdivia Y Alvarado. Allerdings ist der Roboter deutlich langsamer als seine natürlichen Vorbilder: Er legt etwa eine Körperlänge in 1 Sekunde zurück. Ein Fisch schafft das 10fache.

Die Polymere, aus denen der Roboter besteht, erlaubten es, verschiedene Teile des Körpers unterschiedlich steif zu gestalten, erklärt Youcef-Toumi. So sei es möglich, die Schwimmbewegungen verschiedener Fischarten, etwa einer Forelle oder eines Thunfisches, nachzubauen. Das Konzept der unterschiedlichen Steifigkeiten könne aber auch für andere Anwendungen genutzt werden, etwa für robotische Prothesen.

Roboter an der Leine

Die aktuellen Prototypen beziehen ihre Energie - sie brauchen etwa 2,5 bis 5 Watt - von einer externen Energiequelle. Das bedeutet, sie schwimmen an den Kabeln eines Akkus. Es ist aber geplant, die Stromquelle künftig im Körper des Roboters unterzubringen.

Die Fischroboter eigneten sich sehr gut für Langzeiteinsätze, erklärt Valdivia Y Alvarado. Zum einen seien sie sehr strapazierfähig. Sollten dennoch einige verloren gehen, stelle das keinen großen Verlust dar, da sie wegen ihrer einfachen Bauweise für nur wenige hundert US-Dollar herzustellen seien.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 79,00€
  2. 999,00€ + Versand
  3. (u. a. GTA 5 12,49€, GTA Online Cash Card 1,79€)
  4. (aktuell u. a. Dell-Notebook 519€, Dell USB-DVD-Brenner 34,99€)

Mikal 29. Aug 2009

Jo... weiss ich. Marokko, Spanien, alles das selbe. Aber ein Robofisch ist eben keine...

goldfischli 26. Aug 2009

Wenn die Fische selbst Plastiktüten fressen (-> http://www.utopia.de/magazin/killt-die...

Der Kaiser! 26. Aug 2009

Wills haben. :P

BG.. 26. Aug 2009

Auf dem Mond hast du noch ein paar Kg Ausrüstung dabei und springst somit nicht so hoch...


Folgen Sie uns
       


ANC-Kopfhörer im Lautstärkevergleich

Wir haben Microsofts Surface Headphones und die Jabra Elite 85h bei der ANC-Leistung verglichen. Für einen besseren Vergleich zeigen wir auch die besonders leistungsfähigen ANC-Kopfhörer von Sony und Bose, die WH-1000XM3 und die Quiet Comfort 35 II.

ANC-Kopfhörer im Lautstärkevergleich Video aufrufen
Energie: Wo die Wasserstoffqualität getestet wird
Energie
Wo die Wasserstoffqualität getestet wird

Damit eine Brennstoffzelle einwandfrei arbeitet, braucht sie sauberen Wasserstoff. Wie aber lassen sich Verunreinigungen bis auf ein milliardstel Teil erfassen? Am Testfeld Wasserstoff in Duisburg wird das erprobt - und andere Technik für die Wasserstoffwirtschaft.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Autos Elektro, Brennstoffzelle oder Diesel?
  2. Energiespeicher Heiße Steine sind effizienter als Brennstoffzellen
  3. Klimaschutz Großbritannien probt für den Kohleausstieg

In eigener Sache: Neue Workshops zu agilem Arbeiten und Selbstmanagement
In eigener Sache
Neue Workshops zu agilem Arbeiten und Selbstmanagement

Wir haben in unserer Leserumfrage nach Wünschen für Weiterbildungsangebote gefragt. Hier ist das Ergebnis: Zwei neue Workshops widmen sich der Selbstorganisation und gängigen Fehlern beim agilen Arbeiten - natürlich extra für IT-Profis.

  1. In eigener Sache ITler und Board kommen zusammen
  2. In eigener Sache Herbsttermin für den Kubernetes-Workshop steht
  3. Golem Akademie Golem.de startet Angebote zur beruflichen Weiterbildung

Mobilfunktarife fürs IoT: Die Dinge ins Internet bringen
Mobilfunktarife fürs IoT
Die Dinge ins Internet bringen

Kabellos per Mobilfunk bringt man smarte Geräte am leichtesten ins Internet der Dinge. Dafür haben deutsche Netzanbieter Angebote für Unternehmen wie auch für Privatkunden.
Von Jan Raehm

  1. Smart Lock Forscher hacken Türschlösser mit einfachen Mitteln
  2. Brickerbot 2.0 Neue Schadsoftware möchte IoT-Geräte zerstören
  3. Abus-Alarmanlage RFID-Schlüssel lassen sich klonen

    •  /