Devil kauft insolvente COS - aber kein Interesse an Avitos

Endkundengeschäft "passt nicht zur strategischen Ausrichtung"

Der IT-Großhändler Devil kauft die insolvente Firma COS und will einen Teil der Mitarbeiter übernehmen. Am Onlinehändler Avitos haben die Braunschweiger aber kein Interesse.

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Der Braunschweiger IT-Großhändler Devil AG wird das insolvente Unternehmen COS Distribution GmbH übernehmen. Das gab die Devil AG bekannt. "Die nach intensiven Verhandlungen gefundene Lösung sieht vor, dass COS zukünftig weiter als eigenständige Gesellschaft mit den Abteilungen Vertrieb, Einkauf, Marketing, Buchhaltung, IT, Webteam und Credit Controlling am Markt auftritt. Logistik und Service sollen künftig vom Braunschweiger Zentrallager aus organisiert werden." Zu den finanziellen Konditionen der Übernahme wurden keine Angaben gemacht.

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Außer den Mitarbeitern der Bereiche Logistik und Service würden alle Beschäftigten "eine dauerhafte Zukunftsperspektive" erhalten. Der Gläubigerausschuss muss der Übernahme durch Devil noch zustimmen.

Für den Onlinehändler Avitos ist damit aber keine Lösung gefunden. Avitos aus Linden zählte zu den großen Internetretailern für Computerprodukte in Deutschland. Devil-Firmensprecher Jörg Rosenkranz sagte Golem.de: "Der Onlinehändler Avitos ist ein Direktanbieter, der Endkunden adressiert." Devil sei dagegen schon immer ein Großhändler, der sich ausschließlich an den Fachhandel, die Wiederverkäufer wende. Insofern passe dieses Geschäft nicht zur strategischen Ausrichtung.

Selbst Rechtsanwalt Gerhard Hauk von der Kanzlei des Insolvenzverwalters Ralf Diehl macht keine Angaben über die Zahl der Beschäftigten bei COS, Avitos und E-Logistics. "Ich hab keine Ahnung, muss ich sagen. Das soll mir morgen vorgelegt werden", sagte Hauk auf Anfrage von Golem.de. Er warte auf bereinigte Zahlen. Am Anfang habe es 186 Beschäftigte bei der COS gegeben. Alle Mitarbeiter der E-Logistics würden betriebsbedingt gekündigt und der Betrieb stillgelegt. Bei der COS werden nur diejenigen gekündigt, die "schon erkennbar nicht übernommen werden", so Hauk weiter.

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Kurz nach dem Kauf der Konzernmutter Tiscon durch den russischen Investor KCK Association waren die IT-Distributionsunternehmen COS und E-Logistics Ende Juli 2009 in die Insolvenz geschickt worden.

Nachtrag vom 25. August 2009, 17:45 Uhr:

Laut COS werden von Devil 100 COS-Mitarbeiter übernommen. Das sagte eine Sprecherin Golem.de auf Anfrage.

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