Age of Conan - hübsch gefährlich in Asien
Rise of the Godslayer wird seit Ende 2008 entwickelt und bringt neben der neuen Region Khitai eine neue Geschichte mit. Wer mit einem Khitaner neu starten will, wird das Startgebiet Tortage etwas anders erleben – und einen anderen Seher als Kontakt haben. Einige wichtige Aufgaben und Erlebnisse werden den Entwicklern zufolge vom Gewohnten abweichen.
Khitai kann freier als Cimmeria bereist werden, es gibt mehr offene Hügellandschaften. Als visuelles Vorbild für das asiatische Imperium wollte Funcom bewusst nicht Japan wählen, sondern hat sich von China und Südkorea inspirieren lassen. Im Trailer und in einem weiteren Video wirkte Khitai bereits sehr schön – aber auch gefährlich.
Nichts für schwache Helden
Die Region ist nur etwas für Helden mit hoher 70er oder 80er Spielstufe, denn Khitai droht im Chaos zu versinken: Kreaturen der Dunkelheit bedrohen das Land und verschiedene Fraktionen ringen um Macht. Auf Conan sind sie alle nicht gut zu sprechen, denn er war es, der in jungen Jahren den Elefantengott der Khitaner tötete und damit die Region destabilisierte.
Conan-Autor Robert E. Howard erzählte dies in der Kurzgeschichte "Der Turm des Elefanten(öffnet im neuen Fenster)". Dessen englische Originalfassung aus dem Jahr 1933(öffnet im neuen Fenster) kann bei der australischen Version des Gutenberg-Projekts nachgelesen werden. In den Quests sollen Spieler Einblick in die Geschichte erhalten.
Den Tod ihres Gottes haben die Bewohner Khitais im Spiel Conan auch Jahrzehnte später nicht verziehen, weil damit ihr Schutz gegen dunkle Mächte verloren ging. Sie verbrennen deshalb immer noch stellvertretend Strohpuppen vom Barbarenkönig, was auch im Trailer zu sehen ist.
Nachwirkungen
Auch die Spieler werden 25 Jahre nach dem Tod des Elefantengottes bei ihren Abenteuern in Khitai Entscheidungen treffen müssen, die unvorhergesehene Konsequenzen haben werden. So gibt es in Khitai fünf Gebiete mit je zwei feindlich gesonnenen Fraktionen, unter denen sich die Spieler jeweils eine aussuchen sollten.
Ein klares Gut oder Böse gibt es dabei nicht, jede Entscheidung hat den Entwicklern zufolge ihre Schattenseiten. Spieler können zwar auch versuchen, neutral zu bleiben oder sich mit beiden Seiten anzulegen, werden dann aber viele Feinde haben. Wer sich hingegen entscheidet, kann die Rüstungssets der Fraktionen seiner Wahl ergattern.
Heldenverbesserung ohne zusätzliche Level
Zusätzlich zu neuer Ausrüstung wird es auch ein zweites Charakterverbesserungssystem geben. Mit diesem lassen sich neue Fertigkeiten erlernen, etwa "Debuffs" zum Ausnutzen von Schwachstellen spezifischer Gegner. Auch Spezialisierungen kommen hinzu, die nicht über die Verteilung von Punkten, sondern mit der Zeit automatisch besser werden. Die Entwickler verglichen das in einer Präsentation mit der Verbesserung von Fertigkeiten in Eve Online.
Mit Rise of the Godslayer erweitert Funcom Age of Conan auch um zwei neue Reittiere. Helden können sie jedoch nicht einfach kaufen, sondern müssen sie sich durch Hocharbeiten in zwei Kulten erwerben. Das Pferd bleibt das schnellste Reittier im Spiel, dafür ist der Reittiger besonders leise und damit zum Schleichen geeignet. Zum Wolf wurde noch nichts Näheres verraten.
Zum Veröffentlichungstermin von Age of Conan: Rise of the Godslayer(öffnet im neuen Fenster) wollte das Funcum-Team auf der Gamescom noch nichts verraten; ebenso wenig zu möglichen künftigen Erweiterungen, obwohl die Entwickler genügend Ideen hätten, hieß es gegenüber Golem.de.



