Windows 7 läuft 120 Tage ohne Aktivierung
Auch in der endgültigen Fassung (RTM) von Windows 7 ist das Skript "slmgr.vbs" enthalten. Dieses Lizenzverwaltungstool ist vor allem für Administratoren gedacht, die beispielsweise beim Erstellen von Images, die auf veränderter Hardware landen sollen, ein aktiviertes Windows wieder deaktivieren wollen.
Zwar verrät das Skript bei Aufruf unter Windows 7 nicht mehr alle möglichen Parameter, mit denen es aufgerufen werden kann. Die Option "slmgr – rearm" steht jedoch wie bereits unter Windows Vista zur Verfügung. Damit wird der Zähler bis zur Aktivierung zurückgesetzt, der normalerweise 30 Tage nach dem Datum der Installation abläuft. Das ist insgesamt dreimal möglich, so dass Windows 7 völlig legal 120 Tage ohne seinen "Product Key" läuft.
Die Webseite Windows Secrets hatte das Verfahren vor kurzem mit der Verkaufsfassung von Windows 7 ausprobiert(öffnet im neuen Fenster) und als funktionierend bezeichnet. Es arbeitet mit allen Versionen von Windows 7. Will der Benutzer die Installation nach den 120 Tagen weiter benutzen, muss er allerdings einen Product Key eingeben, der zur gewählten Version passt. Ein bereits installiertes Windows 7 Ultimate lässt sich beispielsweise nicht auf die Version Home Premium abrüsten.
Eine Sprecherin von Microsoft bestätigte der Computerworld(öffnet im neuen Fenster) dieses Verhalten des Betriebssystems und bezeichnete die Verlängerung des Aktivierungszeitraums als "Gnadenfrist" .



