Elektronische Zunge erkennt Süßes
Die elektronische Zunge hat etwa die Größe einer Visitenkarte und besteht aus 16 Feldern mit chemischen Indikatoren, die auf einen glasartigen Träger gedruckt sind. Die Stoffe reagieren auf bestimmte süße Substanzen und verfärben sich nach etwa 2 Minuten. Wird der Sensor in eine Probe getaucht, lässt sich an den aufleuchtenden Farben und ihrer Intensität ablesen, um welchen Süßstoff es sich handelt.
Visualisierter Geschmack
"Wir nehmen Geschmack oder Geruch und verwandeln deren chemische Eigenschaften in Bilder", erklärt Suslick, der den Sensor auf dem Jahrestreffen der American Chemical Society vorgestellt(öffnet im neuen Fenster) hat. Mögliche Anwendungen sind die Messung von Blutzuckerwerten oder die Erkennung von Schadstoffen in der Umwelt.
Ihr Sensor sei bereits vorhandenen Sensoren, die auf Hochleistungsflüssigkeitschromatografie(öffnet im neuen Fenster) beruhen, überlegen, sagen die Forscher, da er günstiger, kleiner und schneller sei. Eine vollwertige künstliche Zunge sei er jedoch nicht, schränkt Christopher Musto, einer von Suslicks Mitarbeitern, ein. Derzeit erkennt der Sensor mit Süße nur einen von insgesamt fünf Grundgeschmacksrichtungen. Es fehlen salzig, sauer, bitter und umami(öffnet im neuen Fenster).
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