Abo
  • Services:

Projekt PortLand - Layer-2-Netz mit mehr als 100.000 Nodes

Wie ein Switch mit 100.000 Ports und einer Million virtuellen Endpunkten

Wissenschaftler der Universität Kalifornien in San Diego arbeiten mit ihrem Projekt PortLand an einer Software für Switches, die es erlauben soll, auch sehr große Rechenzentren mit über 100.000 Nodes in einem Layer-2-Netz zusammenzuschalten.

Artikel veröffentlicht am ,

Layer-2-Switches arbeiten auf Basis von MAC-Adressen und leiten Pakete auf die Ports weiter, an denen die entsprechenden Adressen hängen. Die Zahl der so vernetzbaren Geräte ist aber beschränkt, denn die Switches müssen dazu entsprechende Zuordnungstabellen verwalten und die Adressen sehr schnell nachschlagen können. Daher reicht es nicht aus, die Geräte mit mehr Speicher auszustatten, schreibt Amin Vahdat, Informatik-Professor an der Jacobs School of Engineering und Leiter des Projekts, in seinem Blog. DRAM und SRAM sind zu langsam und Prozessoren mit 100 MByte L1-Cache nicht bezahlbar, so Vahdat.

Stellenmarkt
  1. CSL Behring GmbH, Marburg, Hattersheim am Main
  2. Robert Bosch GmbH, Stuttgart

Daher werden entsprechend große Netze heute auf Layer-3-Basis - also mit Hilfe von IP-Adressen - verwaltet, was aber einen ungleich höheren Aufwand mit sich bringt.

Im Ramen des Projektes PortLand arbeitet Vahdat mit Kollegen an einer Softwarearchitektur, die die Vorteile von Layer-2- und Layer-3-Netzen miteinander verbinden soll, so dass auch 100.00 Nodes und mehr in einem Layer-2-Netz verwaltet werden können, in dem jeder Node mit jedem anderen direkt kommunizieren kann.

Ein PortLand-Prototyp läuft derzeit im Netz der Jacobs School of Engineering. Die Software ist kompatibel zu bestehender Hardware und aktuell genutzten Routingprotokollen. Ein Switch mit 100.000 Ports, der mehr als 1 Million virtuelle Endpunkte vernetzen kann - so könnten sich Administratoren das Ziel des Projekts Portland vorstellen, erklärt Vahdat.

Kern des Ansatzes ist Location Discovery: Switche lernen automatisch ihre Position im Netzwerk des Rechenzentrums und vergeben dann Pseudo-MAC-Adressen (PMAC) an alle Server, die sie verbinden. Diese werden dann intern zur Paketweiterleitung genutzt und an Server, die eine Verbindung zu einem anderen aufbauen wollen, weitergereicht. Aus Sicht der Server ändert sich die Kommunikation nicht, denn vor dem letzten Hop wandelt der Switch die PMAC-Adresse wieder in eine normale MAC-Adresse um.

Mit diesen PMAC-Adressen sei es möglich, die Layer-2-Netzwerke zu strukturieren und die einzelnen Routingtabellen klein-, die Zeit zum Nachschlagen der Adressen kurzzuhalten. Zudem soll dadurch die Migration virtueller Maschinen im Netzwerk vereinfacht werden, denn schließlich werden die PMAC-Adressen automatisch von den Switches zugewiesen und verwaltet.

Ihre Forschungsergebnisse beschreiben die Wissenschaftler im Aufsatz PortLand: A Scalable Fault-Tolerant Layer 2 Data Center Network Fabric.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 119,90€
  2. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

netzwerker 20. Aug 2009

Zum einen steht im Artikel explizit für welche Umgebungen dies geschaffen wird, High...

kebab 19. Aug 2009

käumlich, dann wäre es ja kein unterschied zu einem normalen netz. sofern ich das...

kebab 19. Aug 2009

hmm die grundidee an sich ist zumindest ähnlich. ich denke man könnte es durchaus als...


Folgen Sie uns
       


Probefahrt mit dem Audi E-Tron - Bericht

Golem.de hat den neuen Audi E-Tron auf einem Ausflug in die Wüste von Abu Dhabi getestet.

Probefahrt mit dem Audi E-Tron - Bericht Video aufrufen
Nubia X im Hands on: Lieber zwei Bildschirme als eine Notch
Nubia X im Hands on
Lieber zwei Bildschirme als eine Notch

CES 2019 Nubia hat auf der CES eines der interessantesten Smartphones der letzten Monate gezeigt: Dank zweier Bildschirme braucht das Nubia X keine Frontkamera - und dementsprechend auch keine Notch. Die Umsetzung der Dual-Screen-Lösung gefällt uns gut.

  1. H2Bike Alpha Wasserstoff-Fahrrad fährt 100 Kilometer weit
  2. Bosch Touch-Projektoren angesehen Virtuelle Displays für Küche und Schrank
  3. Mobilität Das Auto der Zukunft ist modular und wandelbar

Datenleak: Die Fehler, die 0rbit überführten
Datenleak
Die Fehler, die 0rbit überführten

Er ließ sich bei einem Hack erwischen, vermischte seine Pseudonyme und redete zu viel - Johannes S. hinterließ viele Spuren. Trotzdem brauchte die Polizei offenbar einen Hinweisgeber, um ihn als mutmaßlichen Täter im Politiker-Hack zu überführen.

  1. Datenleak Bundestagsabgeordnete sind Zwei-Faktor-Muffel
  2. Datenleak Telekom und Politiker wollen härtere Strafen für Hacker
  3. Datenleak BSI soll Frühwarnsystem für Hackerangriffe aufbauen

Elektroauto: Eine Branche vor der Zerreißprobe
Elektroauto
Eine Branche vor der Zerreißprobe

2019 wird ein spannendes Jahr für die Elektromobilität. Politik und Autoindustrie stehen in diesem Jahr vor Entwicklungen, die über die Zukunft bestimmen. Doch noch ist die Richtung unklar.
Eine Analyse von Dirk Kunde

  1. Monowheel Z-One One Die Elektro-Vespa auf einem Rad
  2. 2nd Life Ausgemusterte Bus-Akkus speichern jetzt Solarenergie
  3. Weniger Aufwand Elektroautos sollen in Deutschland 114.000 Jobs kosten

    •  /