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Erste Bilder aus dem Lego Universe

Gamescom
Neues zum Lego-Onlinerollenspiel von der Gamescom. Netdevil hat Bilder aus Lego Universe veröffentlicht. Zudem verraten die Entwickler nun etwas mehr von ihrem Onlinerollenspiel, das wie die Plastik-Steckbaukästen von Lego auf Kreativität setzen soll. Lego-Baumeister sollten ihre Ansprüche aber zum Start nicht zu hochschrauben.
/ Christian Klaß
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Zur Gamescom sind auch Ryan Seabury und Mark William Hansen angereist, um Lego Universe in einem Hotelzimmer zu präsentieren. Seabury ist als Creative Director bei Netdevil(öffnet im neuen Fenster) für die Entwicklung des Spiels mitverantwortlich, während Hansen die Digital Play Studios von Lego Systems als Senior Director leitet.

Die Pläne für Lego Universe sind ehrgeizig – das Onlinerollenspiel soll die Lego-Welt zum virtuellen Leben erwecken, sich eng mit Lego.com(öffnet im neuen Fenster) vernetzen und das kreative Potenzial der Spieler stärker nutzen als bei vielen anderen Onlinespielen.

Arbeit an Lego Universe schreitet voran

Das Spiel selbst zeigen Netdevil und Lego weiterhin nicht, immerhin gibt es nun aber Bilder und Videos mit Spielgrafik. Bedienoberfläche und Steuerung von Lego Universe werden noch nicht gezeigt, es wird aber deutlich, dass das recht große Lego-eigene Universum möglichst umfassend abgebildet werden soll.

Seabury und Hansen sagten im Gespräch mit Golem.de, Lego Universe entwickle sich gut. Es sei aber eine Herausforderung gewesen, die sehr unterschiedlichen Lego-Themenwelten in einem Spiel zusammenzubringen. Sie geben sich zuversichtlich, einen guten Weg gefunden zu haben.

Es gibt also nicht nur Burgen und Städte, sondern auch Weltraumstationen und Raumschiffe. Selbst Piraten und Ninjas finden sich im Spiel – und das Chaos als ultimatives Böses. Doch auch wenn das Lego-Männchen der Spieler mal in Kämpfen auseinandergenommen wird, taucht es an anderer Stelle zusammengesetzt wieder auf.

Bunte Abenteuerwelt für kreative Lego-Männchen

In Lego Universe geht es nach der Charaktererschaffung in ein allgemeines Startgebiet, das später zumindest teilweise wieder besucht werden kann. Im Spielverlauf gilt es, Fähigkeiten, Geld und vor allem Lego-Steine zu sammeln – Spielstufen gibt es hingegen nicht.

Auch soll vermieden werden, dass die Spieler den Großteil der Spielzeit mit der Suche nach Steinen verbringen. Reputation können die Spieler erlangen, indem sie etwa den Bau komplexer Gegenstände oder Gebäude meistern. Das schnelle Zusammenbauen fertiger oder ausgedachter Modelle übernimmt dabei in der Regel die Spielfigur.

Lego Universe soll sich vor allem um Zusammenarbeit, Spaß und Kreativität drehen – und nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene ansprechen. Dementsprechend wird viel Wert auf Moderation gelegt. Diese berücksichtigt auch Lego-Modelle, die selbst gebaut werden, anzügliche Inhalte sollen vermieden werden. Gleiches gilt für Inhalte, für die für Lego Universe die Rechte fehlen – etwa für Star-Wars-Nachbauten.

Wachsender Einfluss der Spieler

Wirklich kreativ werden die Spieler anfangs nur in ihrem virtuellen Zuhause in Lego Universe sein können; dort können sie frei gestalten und in die vom Spielgeschehen getrennte Instanz auch Freunde einladen. Eigene Lego-Schöpfungen in die allgemeinen Gebiete zu übernehmen, wird nur eingeschränkt möglich sein.

Wer für sich selbst und andere Welten und Abenteuer bauen will, wird sich gedulden müssen. Zwar haben die Entwickler rund 70 wichtigen Kreativen der Lego-Community schon Tools zur Verfügung gestellt, um eigene Modelle und Welten für das Spiel erstellen zu können. Dieser User Generated Content (UGC) lässt sich jedoch erst später in das Spiel integrieren. Als ein Grund wird angegeben, dass die Komplexität zum Start nicht zu hoch sein soll.

2010 geht es los

Die Hardwareanforderungen sollen moderat sein, auf Netbooks und Notebooks mit Onboard-Grafik wird das Spiel den Entwicklern zufolge ebenfalls laufen – optisch eingeschränkt. Der Lego-Look wirkt zwar einfach, fordert der Grafikhardware allerdings durch die hohe Polygonzahl einiges ab. Eine Konsolenversion ist derzeit nicht geplant, wurde aber auch nicht ausgeschlossen. Starten wird Lego Universe zumindest auf Windows-PCs, voraussichtlich wird zeitgleich auch eine Mac-Version angeboten.

Einen genaueren Startzeitraum als 2010 wollten Seabury und Hansen zur Gamescom nicht nennen. Auch für den geplanten Betatest fehlt noch ein Termin. Netdevil ist vorsichtig mit Ankündigungen, die Spieler sollen nicht durch ein unfertiges Spiel enttäuscht werden.

Die Abrechnung wird bei Lego Universe(öffnet im neuen Fenster) über ein Abonnement erfolgen, das unter den bei Einzelzahlung derzeit üblichen monatlichen 14,99 Euro liege und kinderfreundlich sein soll. Der Abopreis wird erst 2010 endgültig festgelegt.


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