"Word-Verkaufsverbot richtet irreparablen Schaden an" (Upd.)
Microsoft hat bei einem US-Berufungsgericht in Washington beantragt, die Anordnung eines Verkaufsstopps für Word durch ein texanisches Gericht auszusetzen. Microsoft, Händlern wie Best Buy und Originalgeräteherstellern wie HP und Dell drohe angesichts der bevorstehenden Möglichkeit eines Verkaufsverbots für Word "eine massive Störung ihrer Verkäufe", heißt es von Microsofts Anwälten in ihren(öffnet im neuen Fenster) Anträgen(öffnet im neuen Fenster).
Im Streit zwischen dem weltgrößten Softwarekonzern und der kanadischen Firma i4i hatte Richter Leonard Davis aus Tyler (Texas) in der vergangenen Woche ein Verkaufsverbot für Microsoft Word verhängt. Betroffen sind die Versionen 2003 und 2007 der Textverarbeitung sowie die kommende Version in Office 2010, mit denen sich .xml-, .docx- oder DOCM-Dateien öffnen lassen. Zudem soll Microsoft rund 290 Millionen US-Dollar an das kleine Unternehmen zahlen.
Bleibt Davis' Entscheid in Kraft, drohe ein "irreparabler Schaden für Microsoft", weil ein "Kernstück der Produktlinie für Monate vom Markt" genommen würde, argumentieren die Konzernanwälte. "Die einstweilige Verfügung würde nicht nur den Verkauf von Word, sondern auch der gesamten Office-Suite" verhindern.
Nachtrag vom 19. August 2009, 11:32 Uhr:
Welche Folgen der Rechtsstreit in den USA für Deutschland hat, ist noch unklar. "Zu den Auswirkungen auf den deutschen Markt haben wir noch keine Informationen", sagte Heiko Elmsheuser, Leiter der Produktkommunikation bei Microsoft Deutschland, Golem.de auf Anfrage.



