Anklage gegen Heartland-Cracker erhoben
Das US-Justizministerium (Department of Justice, DOJ) hat am gestrigen Montag gegen drei Männer Anklage wegen des Diebstahls von Kreditkartendaten über das Internet(öffnet im neuen Fenster) erhoben. Nach Angaben des DOJ handelt es sich dabei um den größten derartigen Fall, der in den USA vor Gericht kommt.
Datensätze auf Computer in USA und Europa transferiert
Weit über 130 Millionen Datensätze von Kredit- und Debitkarten sollen sich der 28-jährige Albert Gonzalez aus Miami und seine beiden Mitangeklagten, zwei namentlich nicht genannte Russe, illegal beschafft haben. Dazu seien sie in die Computersysteme des Zahlungsdienstleisters Heartland Payment Systems , der Supermarktketten 7-Eleven und Hannaford Brothers sowie zwei weiterer Einzelhandelsunternehmen eingedrungen, so die Justizbehörde. Mit Hilfe von Malware, die sie in die Systeme eingeschleust haben sollen, hätten sie sich Zugang zu diesen Daten verschafft und diese an Computer in den USA, Lettland, der Ukraine und den Niederlanden verschickt.
Im Falle einer Verurteilung droht Gonzalez eine Haftstrafe von bis zu 25 Jahren sowie eine Geldstrafe in Höhe von mehreren hunderttausend US-Dollar.
Einschlägig bekannt
Gonzalez ist den US-Behörden bekannt: Er steht wegen mehrerer weiterer vergleichbarer Fälle unter Anklage, darunter auch der Datendiebstahl beim Einzelhändler TJX . Der Heartland- und der TJX-Fall gelten als die spektakulärsten Datendiebstähle im Internet. Heartland hatte den Einbruch in seine Computersysteme im Januar, drei Stunden vor der Zeremonie zur Amtseinführung von US-Präsident Barack Obama, bekanntgemacht.
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