Catalyst 9.8: Schnelleres Crossfire, weniger HDMI-Bugs
AMD hat Golem.de bestätigt, dass im Catalyst 9.8(öffnet im neuen Fenster) ein Bug steckt, der sich bei Anno 1404 auswirkt. Wird das Spiel im DirectX-10-Modus betrieben, kann es zu schweren Grafikfehlern kommen. Das ist bei der vorherigen Version Catalyst 9.7 nicht so, so dass Anno-Spieler bis zum Erscheinen eines Hotfixes beim Treiber aus dem letzten Monat bleiben sollten.
Die in den Release-Notes(öffnet im neuen Fenster) für die Windows-Treiber versprochenen Leistungssteigerungen wirken sich vor allem für Besitzer von mehr als einem Grafikprozessor aus. Etwas verwirrend spricht AMD jetzt dabei auch von "CrossfireX", wenn nur zwei GPUs vorhanden sind. Bisher hieß nur die Koppelung von drei oder vier GPUs so.
Vor allem bei Spieleeinstellungen mit wenig Grafiklast, wobei die Bildraten CPU-limitiert sind, soll Catalyst 9.8 deutlich schneller sein: bei Far Cry 2 etwa mit vier GPUs bis zu 88 Prozent. Solche Konfigurationen werden aber in der Regel vor allem von Hardwaretestern betrieben, unter anderem auch von Golem.de, um die Leistungsfähigkeit von Prozessoren zu messen. Die CPU soll hier den Flaschenhals bilden, nicht eine hohe Auflösung mit aufwendiger Filterung für die Grafikkarte.
Laut AMD ist für diese Leistungssteigerung ein besseres Multithreading des Treibers verantwortlich, auch die Synchronisation mehrerer Grafikprozessoren soll verbessert worden sein. Die feinere Aufteilung in Threads lässt auch auf flüssigeren Bildaufbau mit Windows 7 hoffen, das durch die neue Funktion des SMT Parking Threads kaum noch zwischen Prozessorkernen verschiebt.
Im Zusammenspiel mit per HDMI angeschlossenen Displays soll es nun weniger Probleme geben. Dabei wechselte der Catalyst bis zu Version 9.7 beispielsweise die Wiederholrate nach dem Aufwachen aus einem Stromsparmodus – das ist besonders ärgerlich, wenn ein PC als Blu-ray-Player dienen soll. Dieses Verhalten soll nun neben anderen Bugs abgestellt sein.
Erstmals unterstützt AMD mit dem neuen Treiber auch OpenGL 3.1, aber nicht das noch sehr neue OpenGL 3.2. Einige der ARB-Extensions wurden schon eingebaut, auch die Unterstützung von rechteckigen statt quadratischen Texturen. Entwickler können so das neue OpenGL auch auf den günstigen Radeon-Karten testen und müssen nicht zu den viel teureren FirePro-Karten greifen, die voll zertifizierte OpenGL-Treiber bieten.
Die Linux-Version des Catalyst 9.8 funktioniert laut AMD mit RHEL 4.8 und Ubuntu 9.04. Auch das API RandR 1.2 wird nun unterstützt, so dass sich mehrere Monitore mit einem erweiterten Desktop nutzen lassen. Die bisher umständliche Einstellung von Auflösung und Farbtiefe soll nun automatisch funktionieren.
Die verschiedenen Treiberversionen stehen auf den Treiberseiten von AMD(öffnet im neuen Fenster) zur Verfügung. Das Unternehmen unterscheidet dort zwar zwischen Windows Vista und Windows 7, die Treiberpakte für beide Versionen sind jedoch weiterhin identisch.
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