tr.im wird Open Source und zum Communityprojekt
Gegen den Zusammenschluss aus Twitter und bit.ly habe tr.im keine Chance, wettert tr.im-Betreiber Nambu weiter(öffnet im neuen Fenster) gegen die Zusammenarbeit des Micro-Blogging-Dienstes mit dem URL-Verkürzer bit.ly. Daher bleibt Nambu bei seinem Entschluss, nicht weiter in den Dienst zu investieren.
Nambu kritisiert auch das Projekt 301works.org , eine Datenbank für verkürzte Links, als reinen PR-Stunt von bit.ly. In diesem Zusammenhang habe bit.ly 10.000 US-Dollar für die Domain tr.im angeboten.
Statt aber tr.im(öffnet im neuen Fenster) wie zunächst angekündigt zum Jahresende abzuschalten, soll der Dienst nun in ein von einer Community getragenes Projekt umgewandelt werden. Diese Community soll den Dienst künftig betreiben, weiterentwickeln und besitzen.
Bis zum 15. September 2009 soll der Dienst samt URL übertragen werden. Wie dies rechtlich umgesetzt wird, ist noch offen. Zudem soll der Quelltext, auf dem tr.im basiert, als Open Source unter der MIT-Lizenz veröffentlicht werden.
Darüber hinaus will tr.im Statistiken zu URLs in Echtzeit für jeden bereitstellen, der Interesse äußert. Das schließt Mappings von Kurz-URLs zu den jeweiligen Zielen ebenso ein wie eine Aufstellung darüber, welche Kurz-URLs zu welchen Zielen eingerichtet und wie oft diese genutzt wurden.
Die finanziellen Belange des Dienstes will Nambu-Chef Eric Woodward persönlich tragen und so das Unternehmen entlasten. Zudem werden Spenden angenommen. Finanzdaten rund um den Dienst sollen offengelegt werden.
Darüber hinaus will tr.im seinen Dienst Dritten zur Verfügung stellen, so dass diese die Plattform für eigene Domains nutzen können – ohne Gebühren, aber gegen Spenden.
Woodward plädiert derweil dafür, dass Dienste wie Twitter ihren Nutzern die Möglichkeit einräumen, ihre Statusupdates mit beliebig langen Links zu ergänzen, so dass in Zukunft keine URL-Verkürzer mehr benötigt werden.
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