Cloud Computing: Auswirkungen von Onlive, Gaikai & Co
Derzeit befinden sich vor allem zwei derartige Cloud-Systeme in der Entwicklung: Onlive, das eine Set-Top-Box benötigt, und Gaikai, das allein mit einem gängigen Browser auskommt. Gaikai soll nach Angaben des Projektchefs Dave Perry bereits Anfang 2010 an den Start gehen.
Den gegenüber Cloud Computing oft geäußerten Einwand, die Übertragung per Internet sei noch zu langsam, wischt Dyack mit einem Satz beiseite – das Problem werde sich im Zuge des allgemeinen Geschwindigkeitszuwachses von Servern und Leitungen einfach von selbst erledigen. Dann sieht er für die Spielebranche mehrere entscheidende Vorteile: Zum einen würden Schwarzkopien bei Clouds überhaupt keine Rolle mehr spielen – weltweit, auch in derzeit problematischen Märkten etwa des asiatischen Raums.
Weitere Vorteile sieht Dyack darin, dass sich Spiele viel längerfristig nutzen lassen – das Problem von veralteter oder inkompatibler Technologie sei in Clouds viel einfacher zu lösen. Außerdem sei die Entwicklung viel einfacher, weil die Studios nur noch für eine Hardwareplattform produzieren müssten, und der Vertrieb sei ebenfalls wesentlich effektiver zu handhaben.
Dyack hat schon Vorstellungen, wie die schöne neue Spielewelt aussehen könnte: Künftig gibt es – ähnlich wie bei Fernsehkanälen – mehrere "Channels", über die interaktive Unterhaltungsangebote zum Nutzer kommen: Der wählt seinen Playstation-, Xbox-, Sport- oder Actionspielekanal – und kann sofort zocken.



