Abo
  • Services:

Cloud Computing: Auswirkungen von Onlive, Gaikai & Co

Spielentwickler Denis Dyack über die Spielewelt von morgen

Die tatsächliche Spieleberechnung erledigt ein Rechnerpark irgendwo im Internet - und selbst auf Low-End-PCs erstrahlen High-End-Programme mit allen Details: Cloud Computing könnte die Spielebranche umkrempeln. Auf der GDC Europe 2009 hat sich Denis Dyack von Silicon Knights mit dem Thema beschäftigt.

Artikel veröffentlicht am ,

Denis Dyack, Silicon Knights
Denis Dyack, Silicon Knights
"Wenn Technologie besser wird, wird sie immer nebensächlicher", sagte Denis Dyack, Chef des Entwicklerstudios Silicon Knights, im Rahmen seines Vortrags auf der GDC Europe in Köln. Er meinte mit der Technik sowohl Toaster, Kühlschränke, Handys als auch die Hardware für Computerspiele. Nach Auffassung von Dyack könnte Cloud Computing die gesamte Branche radikal umkrempeln: Microsoft und Sony könnten ihre Konsolen einmotten, und auch am PC würde ein simpler Browser für maximalen Spielspaß ausreichen. Die tatsächliche Berechnung der Spiele erledigen dann riesige Rechnerfarmen - die sogenannte Cloud. Deren gerenderte Bilder gelangen als komprimiertes Video per Internet auf den Rechner des Spielers, der wiederum seine Eingaben zurück in die Cloud schickt.

 

Stellenmarkt
  1. Diamant Software GmbH & Co. KG, Bielefeld
  2. Robert Bosch GmbH, Stuttgart-Feuerbach

Derzeit befinden sich vor allem zwei derartige Cloud-Systeme in der Entwicklung: Onlive, das eine Set-Top-Box benötigt, und Gaikai, das allein mit einem gängigen Browser auskommt. Gaikai soll nach Angaben des Projektchefs Dave Perry bereits Anfang 2010 an den Start gehen.

Den gegenüber Cloud Computing oft geäußerten Einwand, die Übertragung per Internet sei noch zu langsam, wischt Dyack mit einem Satz beiseite - das Problem werde sich im Zuge des allgemeinen Geschwindigkeitszuwachses von Servern und Leitungen einfach von selbst erledigen. Dann sieht er für die Spielebranche mehrere entscheidende Vorteile: Zum einen würden Schwarzkopien bei Clouds überhaupt keine Rolle mehr spielen - weltweit, auch in derzeit problematischen Märkten etwa des asiatischen Raums.

Weitere Vorteile sieht Dyack darin, dass sich Spiele viel längerfristig nutzen lassen - das Problem von veralteter oder inkompatibler Technologie sei in Clouds viel einfacher zu lösen. Außerdem sei die Entwicklung viel einfacher, weil die Studios nur noch für eine Hardwareplattform produzieren müssten, und der Vertrieb sei ebenfalls wesentlich effektiver zu handhaben.

Dyack hat schon Vorstellungen, wie die schöne neue Spielewelt aussehen könnte: Künftig gibt es - ähnlich wie bei Fernsehkanälen - mehrere "Channels", über die interaktive Unterhaltungsangebote zum Nutzer kommen: Der wählt seinen Playstation-, Xbox-, Sport- oder Actionspielekanal - und kann sofort zocken.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. ab 399€

kingstars hat... 20. Aug 2009

Heute vielleicht noch nicht technisch ausgereift, aber ich kann mir vorstellen in ein...

~jaja~ 19. Aug 2009

Gefixt.

onlive 18. Aug 2009

Hast du dich ueber deren Angebot wenigstens schonmal ein bisschen informiert ?!? DSL...

Pinsel 18. Aug 2009

Einen wichtigen Punkt hat er garnicht genannt: Und zwar hat man eine saubere...

seefert 18. Aug 2009

Ach bitte!!! ok 30€ im Monat für so ein Drecks DSL....ja, aber... 1. Latenz einfach zu...


Folgen Sie uns
       


iOS 12 angesehen

Das neue iOS 12 bietet Nutzern die Möglichkeit, die Bildschirmzeit besser kontrollieren und einteilen zu können. Auch Siri könnte durch die Kurzbefehle interessanter als bisher werden.

iOS 12 angesehen Video aufrufen
Gigabit: 5G-Planungen gehen völlig an den Nutzern vorbei
Gigabit
5G-Planungen gehen völlig an den Nutzern vorbei

Fast täglich hören wir Erklärungen aus der Telekommunikationsbranche, was 5G erfüllen müsse und warum sonst das Ende der Welt drohe. Wir haben die Konzerngruppen nach Interessenlage kartografiert.
Ein IMHO von Achim Sawall

  1. Fixed Wireless Access Nokia bringt mehrere 100 MBit/s mit LTE ins Festnetz
  2. Funklöcher Telekom bietet freiwillig hohe 5G-Netzabdeckung an
  3. 5G Telekom hat ihr Mobilfunknetz mit Glasfaser versorgt

Apple Watch im Test: Auch ohne EKG die beste Smartwatch
Apple Watch im Test
Auch ohne EKG die beste Smartwatch

Apples vierte Watch verändert das Display-Design leicht - zum Wohle des Nutzers. Die Uhr bietet immer noch mit die beste Smartwatch-Erfahrung, auch wenn eine der neuen Funktionen in Deutschland noch nicht funktioniert.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Skydio R1 Apple Watch zur Drohnensteuerung verwendet
  2. Smartwatch Apple Watch Series 4 mit EKG und Sturzerkennung
  3. Smartwatch Apple Watch Series 4 nur mit sechs Modellen

Neuer Echo Dot im Test: Amazon kann doch gute Mini-Lautsprecher bauen
Neuer Echo Dot im Test
Amazon kann doch gute Mini-Lautsprecher bauen

Echo Dot steht bisher für muffigen, schlechten Klang. Mit dem neuen Modell zeigt Amazon, dass es doch gute smarte Mini-Lautsprecher mit dem Alexa-Sprachassistenten bauen kann, die sogar gegen die Konkurrenz von Google ankommen.
Ein Test von Ingo Pakalski


      •  /