Abo
  • Services:

US-Akademiker wollen Änderungen am Google Booksettlement

Professoren fürchten steigende Kosten und Restriktionen beim Zugang

Eine Gruppe von Professoren der Universität von Kalifornien hat in einem Brief das Abkommen von Google mit Autoren und Verlagen über die Nutzung digitalisierter Bücher kritisiert. Die Akademiker sehen ihre Interessen nicht gewahrt und fordern Änderungen der Vereinbarung.

Artikel veröffentlicht am ,

Drei Wochen vor Ablauf der Eingabefrist für die Anhörung um das Abkommen über die Nutzung der von Google digitalisierten Bücher haben sich mehrere Professoren der Universität von Kalifornien (University of California, UC) an das New Yorker Bezirksgericht gewandt, das die außergerichtliche Einigung prüfen muss. In einem neunseitigen Schreiben fordern die Hochschullehrer Änderungen im sogenannten Google Book Settlement. Sie stellen sich damit gegen die Leitung der UC, die Google bei der Bücherdigitalisierung unterstützt.

Kostenexplosion befürchtet

Stellenmarkt
  1. operational services GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main
  2. Hays AG, Frankfurt am Main

Die Professoren kritisieren unter anderem die mangelnde Privatsphäre bei der Nutzung von Google Books sowie dass sich Google durch die Vereinbarung, die das Unternehmen im Oktober 2008 mit Verlegern und Autoren geschlossen hat, praktisch die Exklusivrechte auf Millionen von Büchern gesichert habe. "Wir sind sehr besorgt, dass die Kosten für ein Institutionsabonnement mit der Zeit wesentlich und unvertretbar steigen werden und dass die Bedingungen für den Zugang und die Nutzung restriktiver werden, je mehr Nutzer das Angebot hat", schreiben die Professoren.

Ihre Kritik richtet sich allerdings nicht nur an Google, sondern auch an den US-Autorenverband Authors Guild, der Google im Jahr 2005 wegen Urheberrechtsverletzung verklagt hatte. Die Authors Guild habe beim Aushandeln der Vereinbarung die Interessen der Wissenschaftler nicht ausreichend berücksichtigt, so die Hochschullehrer. Dabei sei die Zahl der wissenschaftlichen Bücher bei Google Books erheblich höher als die Zahl der Bücher, die von Mitgliedern der Authors Guild verfasst worden seien.

Profit statt Bildung

Die Professoren befürchten, die Authors Guild, in der die Akademiker nicht vertreten sind, sei mehr am Profit interessiert als daran, den Zugang der Öffentlichkeit zu gedrucktem Wissen zu maximieren. Das aber sei die Priorität der akademischen Autoren.

Das Schreiben an das Gericht haben 18 Professoren unterzeichnet. Darunter sind auch die Vorsitzenden der akademischen Senate aller Zweigstellen der UC. Sie betonen jedoch, dass sie nicht per se gegen das Google Books Settlement sind, sondern lediglich einige Änderungen fordern. "So wie wir die Angelegenheit verstehen, geht es vor Gericht darum, ob die Vereinbarung gerecht für jene Autoren ist, deren Interessen durch die Vereinbarung berührt werden." Ihrer Ansicht nach sei das jedoch nicht der Fall, weshalb es in einigen Punkten geändert werden sollte.

Einige Kritikpunkte sind nicht neu, etwa der Vorwurf der mangelnden Privatsphäre oder die wettbewerbsrechtlichen Auswirkungen, die das US-Justizministerium untersucht.

Am 4. September endet die Frist für die Eingaben in diesem Fall. Eine Anhörung zu dem außergerichtlichen Abkommen, dem das New Yorker Gericht noch zustimmen muss, ist für den 7. Oktober 2009 angesetzt.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 34,99€

Oles FUntes 18. Aug 2009

nICHT WAHR°


Folgen Sie uns
       


Lenovo Thinkpad X1 Extreme - Hands on (Ifa 2018)

Das Lenovo Thinkpad X1 Extreme wird das neue Top-Notebook des Unternehmens. Wir haben es samt Docking-Station auf der Ifa 2018 ausprobiert.

Lenovo Thinkpad X1 Extreme - Hands on (Ifa 2018) Video aufrufen
Lenovo Thinkpad T480s im Test: Das trotzdem beste Business-Notebook
Lenovo Thinkpad T480s im Test
Das trotzdem beste Business-Notebook

Mit dem Thinkpad T480s verkauft Lenovo ein exzellentes 14-Zoll-Business-Notebook. Anschlüsse und Eingabegeräte überzeugen uns - leider ist aber die CPU konservativ eingestellt und ein gutes Display kostet extra.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Thinkpad E480/E485 im Test AMD gegen Intel in Lenovos 14-Zoll-Notebook
  2. Lenovo Das Thinkpad P1 ist das X1 Carbon als Workstation
  3. Thinkpad Ultra Docking Station im Test Das USB-Typ-C-Dock mit robuster Mechanik

Segelflug: Die Höhenflieger
Segelflug
Die Höhenflieger

In einem Experimental-Segelflugzeug von Airbus wollen Flugenthusiasten auf gigantischen Luftwirbeln am Rande der Antarktis fast 30 Kilometer hoch aufsteigen - ganz ohne Motor. An Bord sind Messinstrumente, die neue und unverfälschte Daten für die Klimaforschung liefern.
Ein Bericht von Daniel Hautmann

  1. Luftfahrt Nasa testet leise Überschallflüge
  2. Low-Boom Flight Demonstrator Lockheed baut leises Überschallflugzeug
  3. Elektroflieger Norwegen will elektrisch fliegen

Gesetzesentwurf: So will die Regierung den Abmahnmissbrauch eindämmen
Gesetzesentwurf
So will die Regierung den Abmahnmissbrauch eindämmen

Obwohl nach Inkrafttreten der DSGVO eine Abmahnwelle ausgeblieben ist, will Justizministerin Barley nun gesetzlich gegen missbräuchliche Abmahnungen vorgehen. Damit soll auch der "fliegende Gerichtsstand" im Wettbewerbsrecht abgeschafft werden.
Von Friedhelm Greis


      •  /