Abo
  • Services:

Neuartiger Miniaturlaser für optische Computer

Kleinster Laser der Welt ist nur wenige Nanometer groß

Knapp 50 Jahre nach der Entwicklung des Lasers haben Wissenschaftler in den USA einen Minilaser entwickelt, der nur einige Nanometer groß ist. Damit soll es möglich sein, optische Computer zu bauen, die viel schneller sind als die heutigen.

Artikel veröffentlicht am ,

Wissenschaftler mehrerer US-Universitäten haben einen neuartigen Laser entwickelt, von dem sie sich Fortschritte beim Bau von optischen Computern versprechen. Der sogenannte Spaser ist mit 44 Nanometer (44 Millionstel Millimeter) Größe der kleinste Laser der Welt.

Stellenmarkt
  1. Beckhoff Automation GmbH & Co. KG, Verl
  2. Bosch Gruppe, Grasbrunn

Das Gerät ist allerdings kein herkömmlicher Laser. Denn er verstärkt keine Photonen, sondern Oberflächenplasmonen (englisch: Surface Plasmons) - daher der Name, der für Surface Plasmon Amplification By Stimulated Emission Of Radiation steht. Im Inneren des Spasers befindet sich ein Goldpartikel, der von einer Schicht aus Natriumsilikat umgeben ist. Darum ist eine Hülle aus Siliziumoxid, in der grüne Farbe eingelagert ist.

Grünes Laserlicht mit einer Wellenlänge von 531 Nanometern

Mit Hilfe von Licht werden die Farbmoleküle angeregt und übertragen Energie an umgebende Elektronen, die ihrerseits zu schwingen beginnen. Die daraus resultierenden elektromagnetischen Wellen erzeugen ein sichtbares grünes Laserlicht mit einer Wellenlänge von 531 Nanometern.

Mit ihrer Entwicklung, so die Wissenschaftler, hätten sie gezeigt, dass Nanolaser möglich sind. Diese seien entscheidende Komponenten, damit Nanophotonik zu einer brauchbaren Technik werde, erklärte Vladimir Shalaev von der Purdue Universität in West Lafayette im US-Bundesstaat Indiana. Außerdem waren Forscher von der Norfolk State Universität in Norfolk im US-Bundesstaat Virginia und der Cornell Universität in Ithaca im US-Bundesstaat New York beteiligt, wo die Kügelchen hergestellt wurden. Im Jahr 2003 hatten der israelische Physiker David Bergman und sein amerikanischer Kollege Mark Stockman erstmals das theoretische Konzept für ein solches Gerät beschrieben.

Schneller und kleiner

Vorteil des Spasers ist, dass er etwa 1.000-mal schneller ist als die schnellsten heutigen Transistoren, dabei aber nur wenige Nanometer groß ist. Er könnte ein wichtiger Bestandteil für nanophotonische Schaltkreise werden, so Shalaev. Diese bedürfen eines Lasers. Bisher war es jedoch nicht möglich, Laser herzustellen, die klein genug sind, um sie in Chips zu integrieren. Die Spaser können in einer Reihe von Geräten eingesetzt werden. Damit ließen sich etwa Mikroskope mit einer zehnmal höheren Auflösung als die heutigen konstruieren. Sie können in Computern und anderen elektronischen Geräten und sogar in Solarzellen eingesetzt werden.

Die Forscher haben ihre Arbeit in der Onlineausgsabe des britischen Fachmagazins Nature vorgestellt.



Anzeige
Top-Angebote
  1. beim Kauf eines 100€ Amazon-Geschenkgutscheins
  2. (heute u. a. Xbox Game Pass 3 Monate für 19,99€, Steelbooks wie Spider-Man Homecoming Blu-ray...
  3. (u. a. Samsung UE-55NU7179 TV 455€)

RTFM 18. Aug 2009

==> http://arxiv.org/PS_cache/arxiv/pdf/0907/0907.2143v1.pdf

Simon221 18. Aug 2009

kt

ichwersonst 17. Aug 2009

bin kein wissenschaftler aber cool :D wann giebt es den ersten intel/amd damit ? in 30...


Folgen Sie uns
       


Vier drahtlose Gaming-Headsets im Test

Zu oft stolpert Golem.de beim Spielen über nervende Kabel. Deshalb testen wir vier Headsets, die auf Kabel verzichten, aber sehr unterschiedlich sind. Von vibrierenden Motoren bis zu ungewöhnlich gutem Sound ist alles dabei. Wir haben auch einen Favoriten.

Vier drahtlose Gaming-Headsets im Test Video aufrufen
Sony-Kopfhörer WH-1000XM3 im Test: Eine Oase der Stille oder des puren Musikgenusses
Sony-Kopfhörer WH-1000XM3 im Test
Eine Oase der Stille oder des puren Musikgenusses

Wir haben die dritte Generation von Sonys Top-ANC-Kopfhörer getestet - vor allem bei der Geräuschreduktion hat sich einiges getan. Wer in lautem Getümmel seine Ruhe haben will, greift zum WH-1000XM3. Alle Nachteile der Vorgängermodelle hat Sony aber nicht behoben.
Ein Test von Ingo Pakalski


    IMHO: Valves Ka-Ching mit der Brechstange
    IMHO
    Valves "Ka-Ching" mit der Brechstange

    Es klingelt seit Jahren in den Kassen des Unternehmens von Gabe Newell. Dabei ist die Firma tief verschuldet - und zwar in den Herzen der Gamer.
    Ein IMHO von Michael Wieczorek

    1. Artifact im Test Zusammengewürfelt und potenziell teuer
    2. Artifact Erste Kritik an Kosten von Valves Sammelkartenspiel
    3. Virtual Reality Valve arbeitet an VR-Headset und Half-Life-Titel

    Gaming-Tastaturen im Test: Neue Switches für Gamer und Tipper
    Gaming-Tastaturen im Test
    Neue Switches für Gamer und Tipper

    Corsair und Roccat haben neue Gaming-Tastaturen auf den Markt gebracht, die sich vor allem durch ihre Switches auszeichnen. Im Test zeigt sich, dass Roccats Titan Switch besser zum normalen Tippen geeignet ist, aber nicht an die Geschwindigkeit des Corsair-exklusiven Cherry-Switches herankommt.
    Ein Test von Tobias Költzsch

    1. Azio RCK Retrotastatur wechselt zwischen Mac und Windows-Layout
    2. OLKB Planck im Test Winzig, gerade, programmierbar - gut!
    3. Alte gegen neue Model M Wenn die Knickfedern wohlig klackern

      •  /