Experten warnen vor Stromausfall durch Sonnenstürme
Massenauswürfe von der Sonne verursachen auf der Erde nicht nur Polarlichter, sie können laut Zeit Wissen auch hohe Ströme in Überlandleitungen erzeugen und die Trafos der Netzbetreiber zerstören. Da die nächste Phase verstärkter Sonnenaktivität unmittelbar bevorstehe, warnte etwa die US-amerikanische National Academy of Sciences (NAS) kürzlich vor Schäden in Höhe von ein bis zwei Billionen US-Dollar und wochenlangem Stromausfall in den USA. Auch in Europa gebe es ähnliche systemische Risiken, so der NAS-Gutachter John Kappenman gegenüber dem Magazin. Die richtig großen Stürme würden auch Kontinentaleuropa bedrohen.
In Europa soll nur das finnische Stromnetz für die Stromspitzen entsprechende Reserven haben, dort sind die Gefahren laut Zeit Wissen bekannt. Für andere europäische Länder gelte das allerdings nicht. "Das verwobene europäische Hochspannungsnetz ist vergleichbar mit dem Stromnetz der USA" , so der finnische Weltraumwetter-Experte Risto Pirjola. "Es müsste also ähnlich anfällig sein."
Die großen Netzbetreiber in Deutschland ignorieren die Warnungen aber bisher. Vattenfall Deutschland verweist auf Blitzableiter in den Umspannwerken, die gegen sonnensturminduzierte Ströme allerdings nichts ausrichten können sollen. Die Sprecherin der E.on-Netzsparte sagte zu Zeit Wissen: "Unsere Ingenieure würden das eher als Esoterik abstempeln."
Der komplette Artikel findet sich in der aktuellen Zeit-Wissen-Ausgabe Nr. 5/2009.
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