Axel-Springer-Verlag setzt Pläne für Bezahl-Onlineinhalte um

Axel-Springer-Chef Mathias Döpfner setzt seine Pläne für die Einführung von kostenpflichtigem Content schneller um als angekündigt. "Sämtliche Inhalte auf Smartphones werden wir auf Dauer gegen Gebühr anbieten" , sagte er der Frankfurter Allgemeinen Zeitung(öffnet im neuen Fenster) . Kostenpflichtige Apps-Angebote für das iPhone sollen über die mobilen Versionen der Websites von Welt, Bild-Zeitung und Computerbild kommen. Im Herbst 2009 seien die Produkte fertig. Ein positives Beispiel sei die US-Wirtschaftszeitung Wall Street Journal, die mit kostenpflichtigen Nachrichten einen Umsatz von über 100 Millionen US-Dollar im Jahr generiere.
"Für unsere Regionalzeitungen arbeiten wir derzeit an einem Freemium-Modell: Allgemeine Nachrichten sind für den Leser gratis, Premiuminhalte kosten Geld" , so der Verlagschef weiter. Exklusivgeschichten, Archivmaterial und der Staumelder würden zahlungspflichtig. Das Onlineprodukt "Super-Bundesliga-Manager" der Bild-Zeitung sei innerhalb von zwei Wochen 80.000-mal abonniert worden, obwohl Sport-Bild und Kicker solche Spiele gratis anböten. Der Preis beträgt 7,99 Euro.
Döpfner hatte kürzlich nach der Bekanntgabe der Halbjahreszahlen in einer Telefonkonferenz gesagt : "Die kostenlosen Inhalte werden wir zurückdrehen. Aber das geht nicht auf Knopfdruck." Der Verlag wolle Schritt für Schritt Bezahlcontent anbieten. Der Chef der WAZ-Mediengruppe, Bodo Hombach, hatte diese Überlegungen wenig später als "wichtigste medienpolitische Initiative seit Jahrzehnten" begrüßt.



