Freenet leidet unter Rückgang bei Mobilfunkverträgen

Freenet büßte im zweiten Quartal 2009 erneut Mobilfunkkunden ein. Zum Monatsende Juni hatte der Mobilfunkprovider 17,95 Millionen Vertragskunden und Prepaidnutzer. Ende März waren es noch 18,53 Millionen.
Laut Andreas Neumann, Investor-Relations-Manager bei Freenet, gab es mit 485.000 den größten Rückgang bei den Prepaidkunden. Hier seien inaktive Kunden ausgebucht worden, sagte er Golem.de. Zugleich habe Freenet im Prepaidbereich beim durchschnittlichen Erlös pro Kunde (Average Revenue per User - ARPU) zugelegt. "Bei den Vertragskunden haben wir einen Rückgang, weil die Bonitätskriterien für die Kunden ein bisschen heraufgesetzt wurden" , so Neumann weiter. Schlechte Kunden würden wenig telefonieren und dann nicht zahlen, was zusätzlich Kosten im Kundenservice verursache, die zudem oft abgeschrieben werden müssten.
Nach der Fusion mit Debitel stieg der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) auf 75,8 Millionen Euro (Vorjahr: 31,7 Millionen Euro). Gegenüber dem ersten Quartal 2009 mit einem EBITDA von 81,8 Millionen Euro bedeutet dies jedoch einen Rückgang. Das EBITDA lag zudem unter den Analystenerwartungen. Das Konzernergebnis blieb im zweiten Quartal unverändert bei 9,4 Millionen Euro. Der Umsatz belief sich auf 912,6 Millionen Euro, nach 362,1 Millionen Euro im gleichen Vorjahreszeitraum.
Bei der mobilen Datennutzung konnte ein Umsatzanstieg um über 60 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal erzielt werden. "Diese Entwicklung zeigt, dass wir mit unserer mobilen Internetstrategie auf dem richtigen Weg sind" , so der neue Vorstandschef Christoph Vilanek.
Eine Meldung, nach der Eric Berger, der für das Onlinegeschäft zuständige Vorstand, wegen Meinungsverschiedenheiten mit Vilanek seinen Posten räumen werde, wollte Freenet nicht kommentieren.



