Big Palm is watching you: Pre-Hersteller sammelt Nutzerdaten
Der Debian-Entwickler und Pre-Besitzer Joey Hess beschreibt in einem Blogbeitrag(öffnet im neuen Fenster) , welche Daten ein Palm Pre an den Hersteller sendet. Dazu zählen GPS-Koordinaten, so dass Palm verfolgen könnte, in welchen Gegenden sich ein Pre-Besitzer aufhält. Außerdem sammelt Palm, welche Applikationen auf dem Pre installiert sind und wie lange diese jeweils genutzt werden. Diese Daten werden einmal täglich an Palm gesendet. Was der Hersteller mit diesen Daten macht, ist unklar.
Bei einer weiteren Datensammelaktion ist das Ziel etwas klarer. Wenn die Firmware des Pre abstürzt, werden ebenfalls Informationen an Palm gesendet. Damit will Palm vermutlich die Ursache für den Absturz ausfindig machen und einen möglichen Programmfehler dann hoffentlich bald korrigieren.
In den Nutzungsbedingungen(öffnet im neuen Fenster) für das Pre führt Palm diese Datensammlung zwar auf, bleibt zum Teil aber sehr vage, so dass der Nutzer nicht erkennt, welche Daten gesammelt und an Palm zur weiteren Verwendung gesendet werden. Auch bleibt vollkommen offen, was Palm mit den gesammelten Daten anstellt. Diese Nutzungsbedingungen muss der Käufer eines Pre bei der ersten Einrichtung bestätigen.
Vergeblich hat Joey Hess in einem ersten Anlauf durch Änderungen an der WebOS-Firmware versucht, diese Datenweitergabe an Palm zu unterbinden. Das Resultat war dann, dass das Pre-Smartphone nicht mehr ordentlich starten wollte. Hess will weiter nach einer Möglichkeit suchen, diese Datensammlung seitens Palm zu unterbinden.
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