United Internet legt überraschend zu
United Internet konnte im ersten Halbjahr 2009 den operativen Gewinn überraschend steigern. Der DSL- und Werbevermarkter, Webhoster und Webmailanbieter hatte bislang ein stabiles Ergebnis erwartet.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag mit 174,2 Millionen Euro (Vorjahr: 171,8 Millionen Euro) genau wie das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) mit 148 Millionen Euro (Vorjahr: 146 Millionen Euro) um 1,4 Prozent über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Nettogewinn sank jedoch von 39 auf 36 Cent pro Aktie. Ursache seien gestiegene Zinsausgaben und Defizite aus Beteiligungen. Das Segment Onlinemarketing wurde von der "Wirtschaftskrise und Werbeflaute negativ beeinflusst", sagte Firmenchef Ralph Dommermuth. Der Umsatz stieg um 3,7 Prozent auf 844,5 Millionen Euro. Bei EBIT und Umsatz lag United Internet über den Erwartungen der Analysten.
Die Firmenleitung hob die Prognosen für das Jahr 2009 an und erwartet jetzt beim Umsatz eine Steigerung um rund 5 Prozent. Hier wurde zuvor ein geringerer Zuwachs erwartet. Bei EBITDA und EBIT will United Internet ebenfalls ein Plus von circa 5 Prozent erreichen.
700.000 DSL-Anschlüsse kamen mit der Übernahme einer Sparte des Wettbewerbers Freenet hinzu. Dadurch stieg die Kundenzahl zum 30. Juni auf 3,47 Millionen. Ohne diesen Zukauf wäre die Zahl der DSL-Kunden in den letzten drei Monaten um 50.000 gesunken, sagte United-Internet-Sprecher Marcus Schaps Golem.de auf Anfrage.
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