Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Memeo will den Versand großer Dateien erleichtern

Datenversand ohne FTP oder E-Mail. Große Datenmengen auszutauschen sollte eigentlich kein Problem sein, doch übergelaufene Postfächer sprechen da eine ganz andere Sprache. Für viele Benutzer sind FTP-Server offenbar zu schwierig zu bedienen oder nicht erreichbar. Memeo will mit seinem neuen Dienst Abhilfe schaffen.
/ Andreas Donath
29 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)

Memeo Send(öffnet im neuen Fenster) bedient sich einer Postsymbolik. Jede Datei oder Dateisammlung wird in ein virtuelles Päckchen gelegt, mit den Empfängerinformationen und einem Versandtext versehen und dann SSL-verschlüsselt (128 Bit) und komprimiert auf die Server von Memeo heraufgeladen. Ein zusätzlicher Passwortschutz ist nicht vorgesehen. Den kann der Anwender jedoch zum Beispiel mit einer ZIP-Datei selbst realisieren.

Abgebrochene und unvollständige Uploads sollen selbstständig so lange wiederholt werden, bis die Datei übertragen wurde. Der Empfänger erhält nicht, wie bei einer E-Mail, direkt die Datei, sondern einen Downloadlink per E-Mail, mit dem er die Dateien über den Desktopclient oder die Website herunterladen kann. Der Desktopclient Memeo Send ist für Windows und MacOS X erhältlich.

Der Versender erhält zudem Informationen darüber, ob die Datei schon heruntergeladen wurde. Das Preismodell von Memeo ist im Gegensatz zum Rest des Dienstes unübersichtlich. Als Währung werden Credits eingesetzt, mit denen sich der Kunde für echte Dollars eindecken muss.

Die ersten drei Versandaktionen sind kostenlos. Für 10 US-Dollar erhält der Kunde dann 10 Credits. Mit einem Credit kann ein Datentransfer von maximal 2 GByte an bis zu fünf Empfänger bezahlt werden. Für größere Pakete oder weitere Empfänger werden mehr Credits fällig.

Memeo Send akzeptierte im Golem.de-Kurztest keine E-Mail-Adressen, die nur aus zwei Buchstaben links vom @ bestanden. Außerdem wurde der Creditbetrag, der zum Versand des Pakets abgezogen wird, erst angezeigt, nachdem der Sendekopf gedrückt wurde. Das Senden lässt sich dann zwar noch verhindern, aber besser wäre es, die Preise schon direkt beim Schnüren des Päckchens anzuzeigen. Dass die Daten heruntergeladen wurden, zeigte der Mac-Client zudem erst nach erneutem Einloggen an.


Relevante Themen