Harvard University entwickelt Mini-Flugroboter
Das interdisziplinäre Team von Wissenschaftlern, Ingenieuren und Biologen der US-amerikanischen Harvard University(öffnet im neuen Fenster) will mit den unabhängigen, aber miteinander kommunizierenden Flugrobotern auch das Schwarmverhalten von Bienen nachbilden. Das ehrgeizige Projekt soll nicht nur im Bereich Miniatur-Robotik neue Maßstäbe setzen, sondern auch die Entwicklung von kompakten hochleistungsfähigen Energiequellen, besonders energiesparenden Chips und hochentwickelten Sensoren vorantreiben.
Mit der Natur als Vorbild erhoffen sich die Forscher ein besseres Verständnis dafür, wie sich das kollektive Verhalten und die "Intelligenz" einer Bienenkolonie künstlich nachahmen lässt. Es geht um neue Methoden zur Entwicklung und Konstruktion eines mit Elektronik nachempfundenen Nervensystems, das eine sich verändernde Umwelt wahrnimmt und sich schnell anpasst.
"Bienen verfügen über eine unerreichte Eleganz im Flug, flitzen ohne Anstrengung von Blume zu Blume und auch schwer beladen schweben sie noch stabil", heißt es in einer Ankündigung der Universität. Da das Projekt die Forschung am Körper, dem Hirn und der Kolonie berücksichtige, sollen Nachteile und Optimierungen schneller erkannt werden als wenn es sich um Einzelprojekte handeln würde.
Unterstützt wird die über fünf Jahre angelegte Roboterforschung mit 10 Millionen US-Dollar von der National Science Foundation (NSF) im Rahmen des Förderprogramms "Expeditions in Computing". An der Entwicklung ist Robert Wood beteiligt, dessen Microrobotics Lab 2007 den ersten erfolgreichen Flug einer lebensgroßen Roboterfliege vermeldete.