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Interview Serious Games: "Frauen wollen etwas aufbauen"

Gespräch mit Thomas Zeitner über Serious Games und kommende GamesCom

In wenigen Tagen eröffnet die GamesCom in Köln - und im Mittelpunkt dürften große, aufwendige Produktionen stehen. Eher unbeobachtet wächst in Deutschland aber auch der Markt für Serious Games. Golem.de hat sich mit einem unterhalten, der beide Märkte kennt: mit Thomas Zeitner, dem Exchef des Branchenriesen Electronic Arts.

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Thomas Zeitner, GCC
Thomas Zeitner, GCC
Thomas Zeitner war rund zwei Jahre lang Chef von Electronic Arts Deutschland, davor hat er unter anderem als Geschäftsführer von Sega Deutschland gearbeitet. Mitte 2008 hat Zeitner den Posten bei EA aufgegeben und sein eigenes Unternehmen namens Games Campus Cologne (GCC) mit Sitz in Köln gegründet. GCC entwickelt und konzipiert im Verbund mit anderen Firmen vor allem sogenannte Serious Games. Erstes Produkt ist die Fitnesssoftware Personal Trainer, die für Nintendo DS/i in einer Version für Frauen und einer für Männer erschienen ist.

Inhalt:
  1. Interview Serious Games: "Frauen wollen etwas aufbauen"
  2. Interview Serious Games: "Frauen wollen etwas aufbauen"

Golem.de: Sie haben vor rund einem Jahr Electronic Arts verlassen und mit Games Campus Cologne einen neuen deutschen Publisher gegründet. Warum?

Thomas Zeitner: Nach 16 Jahren Tätigkeit für große Hardware- oder Softwarehersteller habe ich mich entschlossen, den Beweis anzutreten, dass auch wir Deutschen mit innovativer Software weltweit vertreten sein können.

Golem.de: GCC arbeitet mit deutschen Entwicklerteams zusammen. Wo sehen Sie deren Stärken im Vergleich mit Studios anderer Länder, etwa aus den USA und England?

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Zeitner: Wir sitzen mitten in Europa und sind kulturell viel näher an unseren Märkten als zum Beispiel die Amerikaner oder Asiaten. Es gibt kurze Entscheidungswege und Zusagen sind verlässlich. Den größten Vorteil sehe ich allerdings in der Tatsache, dass wir nicht wie die Amerikaner glauben, nur wir könnten Software entwickeln und nur wir wüssten, was gutes Entertainment ausmacht. Versuchen Sie mal, in einem großen amerikanischen Publishing-Unternehmen lokale Inhalte für Ihre Software zu verlangen, und Sie werden schnell feststellen, dass die Zusammenarbeit mit lokalen Studios viel mehr Spaß macht.

Golem.de: Der Personal Trainer für Frauen verkauft sich deutlich besser als der für Männer. Auch die sportlichen Angebote etwa auf Wii sind primär als Software für Frauen positioniert. Teilt sich der Spielemarkt nach Geschlechtern auf - Sportspiele für Frauen, klassischer Daddelkram für Männer?

Zeitner: Im Sport glauben wir Männer, alle relevanten Übungen zu kennen und lassen uns nicht gerade gerne von einem Trainer zeigen, wie man gesünder leben und seine Fitness verbessern kann. Frauen sind viel offener für Titel wie den Personal Trainer, was Sie übrigens auch am Zeitschriftenregal feststellen können. Annähernd jedes Magazin für Frauen gibt Fitness- und Ernährungstipps. Bei den Magazinen für Männer finden Sie Autos und Motorräder auf den Titelseiten. Grundsätzlich muss man für den gesamten Markt der interaktiven Unterhaltungssoftware sagen, dass Männer sich im Spiel lieber miteinander messen, und Frauen wollen etwas aufbauen.

Interview Serious Games: "Frauen wollen etwas aufbauen" 
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Missingno. 12. Aug 2009

Würde dich das aufbauen?

trude 12. Aug 2009

Frauen bauen auf, Männer zerstören es. Frauen räumen auf, Männer machen Dreck. So ist das...

Blork 12. Aug 2009

etwas aufbauen.


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