Spieletest: G.I. Joe - Geheimauftrag Cobra
Insgesamt gibt es zwölf verschiedene GI Joe, die im Spielverlauf nacheinander freigeschaltet werden. Alle verfügen über eigene Attacken und Spezialfähigkeiten; per Knopfdruck wechselt der Spieler zwischen den Figuren. Spielerisch macht es allerdings kaum einen Unterschied, welcher Charakter gesteuert wird. Prinzipiell bleibt das Spielgefühl immer gleich, zumal Taktik nur wenig Bedeutung hat. Prinzipiell wird immer ein neuer Level gestürmt und dann pausenlos die Feuertaste betätigt; nur ab und zu muss der Spieler Deckung suchen, um nicht sofort zu sterben oder die Gesundheitsleiste wieder aufzuladen.
Spieler können an bestimmten Stellen mehrere Fahrzeuge ausprobieren. Allerdings steigern diese Passagen den Spielspaß nicht, sondern eher den Frust: Panzer oder Jeeps sind dank hakeliger Bedienung und ungünstig positionierter Kamera kaum zu beherrschen. Auch die Bosskämpfe zehren durch ständige Wiederholungen am Nervenkostüm des Spielers.
Die Technik passt sich dem Inhalt an: Detailarme Level, sich beständig wiederholende Szenerien und lieblos wirkende Charaktermodelle bestimmen das Bild; von einer zeitgemäßen Nutzung der Technik kann keine Rede sein. Insofern ist auch der Koop-Modus nur ein kleines Licht am Ende des Tunnels, denn auch zu zweit werden die gut acht Stunden Kampagne von Geheimauftrag Cobra kein unterhaltsames Spiel.
G.I. Joe – Geheimauftrag Cobra ist für Xbox 360, Playstation 3 und Wii ab dem 20. August 2009 im Handel erhältlich und kostet etwa 50 Euro. Das Spiel hat eine USK-Freigabe ab 16 Jahren erhalten.
Fazit:
Story, Grafik, Spielinhalt, Physik – G.I. Joe Geheimauftrag Cobra bietet in jeglicher Hinsicht Unterdurchschnittliches und reiht sich ein in die lange Liste misslungener Filmumsetzungen. Angesichts des großen Erfolgs der Spielzeugreihe wäre zumindest etwas mehr Liebe zum Detail schön gewesen.