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Google will Apple mit Web-App ein Schnippchen schlagen

Gegen eine Webanwendung ist Apple machtlos. Erst wurde Google der Vertrieb der Google Latitude als iPhone-Applikation im App Store untersagt und nun erwischte es Google Voice. Auch hier will Apple nicht, dass es den Telefondienst als eigenständige Applikation gibt. Bei Latitude konterte Google mit einer Webapplikation. Die Geschichte könnte sich bei Google Voice jetzt wiederholen.
/ Andreas Donath
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David Pogue schreibt in seiner Kolumne(öffnet im neuen Fenster) für die New York Times(öffnet im neuen Fenster), dass Google auch seine Anwendung Voice nach der Schlappe im App Store nun als Webanwendung für das iPhone anbieten will. Noch ist davon allerdings nichts zu sehen. Gegen eine Webapplikation wäre Apple machtlos – außer die Website intern im Safari-Browser zu sperren.

Letztlich wäre es für den Anwender egal, ob Google Voice eine wirkliche App oder eine Website wird – denn auf dem iPhone verwischen die Grenzen zwischen diesen beiden Optionen immer mehr. Eine Website kann als eigenständiger Button auf dem iPhone wie ein Lesezeichen abgelegt werden – ob sich danach der integrierte Browser Safari öffnet oder eine Anwendung, spielt kaum eine Rolle.

Google Voice(öffnet im neuen Fenster) ist ein VoIP-Dienst mit der Möglichkeit, eine virtuelle Telefonanlage zu errichten. Darauf können die Anrufe mehrerer Nummern gebündelt oder regelbasiert auf Anrufbeantworter weitergeleitet werden. Außerdem können Telefonate ins Festnetz geführt werden. Zudem lassen sich Sprachbotschaften in Text umwandeln. Mit dem Dienst können SMS versendet und empfangen werden. Alle Funktionen von Google Voice erhalten derzeit nur GrandCentral-Kunden. Google Voice wird derzeit ausschließlich in den USA angeboten.

Der Grund für den Rauswurf aus dem App Store ist nach Apples Angaben offiziell, dass Google Voice Funktionen enthält, die das iPhone selbst zur Verfügung stellt. Die US-Telekom-Aufsichtsbehörde FCC ermittelt inzwischen und schrieb neben Apple auch Google und den Telefoncarrier AT&T an, der das iPhone in den USA exklusiv vermarktet. Die Möglichkeit, Telefongespräche mit dem iPhone an AT&T vorbeizuführen, könnte ein Grund zur Ablehnung der Anwendung im App Store gewesen sein.

Googles Chef Eric Schmidt verlässt offiziell Apples Aufsichtsrat, dem er seit August 2006 angehörte, weil sich die Unternehmen zunehmend Konkurrenz machen. Ob die Ablehnung von Google Voice und Latitude nun das Fass zum Überlaufen brachten, ist nicht bekannt.


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