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News Corp. macht hohen Verlust: Bezahlcontent kommt

Murdoch macht Abschreibungen auf Internetunternehmungen. Murdochs Verlagsimperium News Corp. wird von hohen Verlusten erschüttert. Der Firmenchef will nun seine Pläne für kostenpflichtige Inhalte für alle Nachrichtenwebsites umsetzen.
/ Achim Sawall
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Die News Corporation hat einen hohen Verlust ausgewiesen und Pläne bekräftigt, ihre Tageszeitungen im Internet kostenpflichtig zu machen. Der Medienkonzern erzielte in seinem vierten Finanzquartal einen Verlust von 203 Millionen US-Dollar (8 Cent pro Aktie). Im Vergleichszeitraum des Vorjahres wurde noch ein Gewinn von 1,13 Milliarden US-Dollar (43 Cent pro Aktie) eingefahren.

Vor Sonderposten lag der Gewinn bei 19 Cent pro Aktie, die Analysten hatten nur 18 Cent pro Wertpapier sehen wollen. Der Umsatz fiel um 11 Prozent auf 7,67 Milliarden US-Dollar. Verlustbringer waren die Internetunternehmungen: Die Abschreibungen in Höhe von 17 Cent pro Aktie entfielen vor allem auf die Sparte Fox Interactive Media, zu der auch das soziale Netzwerk Myspace gehört. Das Werbegeschäft der Fernsehsender und Printtitel brach ein. Die nächsten Monate würden keine Besserung bringen, hieß es weiter.

Der Vorstandsvorsitzende Rupert Murdoch will nun alle Onlinetitel kostenpflichtig machen: Neben verschiedenen Blättern in Australien gehören die britischen Zeitungen The Sun, The Irish Sun, The Sunday Times und The Times und das Filmstudio Twentieth Century Fox zur News Corporation. In den USA besitzt Murdoch die New York Post und das Wall Street Journal, dessen seit Jahren etabliertes Bezahlmodell als Vorbild für alle anderen Titel gelten soll.

"Qualitätsjournalismus ist nicht billig", sagte Murdoch. "Der heftige und noch nie dagewesene Wandel in der gesamten Medienbranche, vor allem bei Zeitungen und Rundfunkanstalten, kann nicht ignoriert werden", sagte der 78-jährige Murdoch während einer Telefonkonferenz. Die digitale Revolution habe den Medien viele neue Wege der Verbreitung eröffnet, sie habe die Erstellung der Inhalte aber nicht kostenlos gemacht. Alle News-Websites sollten darum künftig kostenpflichtig werden.


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