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Intel, AMD und VIA verkaufen wieder mehr Prozessoren

CPU-Markt hat sich erholt

In der PC-Branche scheint die Talsohle der Wirtschaftskrise durchschritten. Nach aktuellen Zahlen von Mercury Research konnten alle drei Hersteller von x86-Prozessoren im zweiten Quartal 2009 den Absatz steigern, er liegt nur noch wenig unter dem Vorjahresniveau.

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Das US-Magazin eWeek berichtet aus der Marktforschung von Mercury, direkt zugänglich machen die Analysten diese Zahlen nicht. Was zunächst eindrucksvoll klingt - im zweiten Quartal 2009 wurden 13,8 Prozent mehr CPUs verkauft als im ersten Quartal -, relativiert sich jedoch. Im Vergleich zum zweiten Quartal 2008 lag die Nachfrage in den letzten drei Monaten immer noch um 2,9 Prozent geringer.

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AMD und Intel mussten in ihren letzten Bilanzen Verluste hinnehmen, Intel jedoch nur aufgrund einer Strafe von 1,06 Milliarden durch die EU. Beide Unternehmen meldeten aber, der durchschnittliche Verkaufspreis (ASP) von Prozessoren sei gefallen. EWeek zitiert einen Mercury-Analysten, demzufolge im ersten Quartal bei den PC-Herstellern die Rechner vor allem aus großen Lagerbeständen zusammengebaut wurden. Das habe die Nachfrage nach Prozessoren gedrückt. Erst im zweiten Quartal sei die Zahl der Neubestellungen wieder angestiegen.

Durch diesen Effekt ergeben sich auch Verschiebungen der Marktanteile. Während AMD im ersten Quartal 2009 noch auf 20,9 Prozent kam und damit zulegen konnte, sind es nun nur noch 18,7 Prozent. Damit liegt AMD wieder auf dem Niveau des zweiten Quartals 2008. Intel konnte seinen Anteil von 78,2 Prozent auf 80,5 Prozent erhöhen. Nicht einmal jeder fünfte PC-Prozessor stammt damit von einem anderen Hersteller als Intel.

VIA als dritter verbliebener Hersteller von x86-Prozessoren konnte seinen Marktanteil zwar von 0,8 auf 0,9 Prozent im Vergleich der beiden ersten Quartale des Jahres 2009 steigern. Im zweiten Quartal 2008 kam der taiwanische Chiphersteller aber noch auf 1,3 Prozent.

Die Angaben von Mercury Research decken sich mit jüngsten Zahlen der Semiconductor Industry Association (SIA), nach denen sich der Weltmarkt für Halbleiter im zweiten Quartal 2009 erholt hat. Der Umsatz mit Chips soll sich laut SIA um 17 Prozent gesteigert haben, er soll aber immer noch 20 Prozent unter den Zahlen des zweiten Quartals 2008 liegen. Mercury vergleicht in seinen öffentlichen Angaben jedoch nur Stückzahlen, nicht den Umsatz, so dass sich noch nicht schlussfolgern lässt, dass die PC-Branche wirtschaftlich die Krise schneller hinter sich lässt als die Hersteller von anderen elektronischen Geräten.

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