Turbulenter Wahlkampfstart bei Xing (Update)

Piratenpartei bekommt keine eigene Diskussionsgruppe

Das Businessnetzwerk Xing steht Kopf. Obwohl die Nutzer sich in einer Umfrage zu 80 Prozent für "sonstige Parteien" aussprachen, soll die Piratenpartei keine eigene Diskussionsgruppe bekommen.

Artikel veröffentlicht am ,

Für Xing verlief der heutige Start der Diskussionsgruppen zur Bundestagswahl turbulent. Die Diskussionsgruppen waren wegen hoher Zugriffszahlen zeitweise kaum erreichbar. Nutzer zeigten sich verwundert, dass nur CDU, CSU, SPD, FDP, Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen eigene Gruppen in dem Businessnetzwerk Xing erhalten haben. Doch die bei Internetnutzern beliebte Piratenpartei blieb ausgeschlossen, auch wenn die etablierten Parteien die Xing-Nutzer kaum interessieren.

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"Wir haben heute zum ersten Mal entschieden, politische Gruppen auf Xing zuzulassen", sagte ein Xing-Sprecher Golem.de. "Wir haben die Linie da gezogen, dass Parteien, die im Bundestag in Fraktionsstärke vertreten sind, eingeladen wurden, eine eigene Gruppe zu machen. Radikalen wollen wir kein Forum auf der Plattform bieten." Xing sei sich aber bewusst, dass nicht alle Parteien, die noch nicht in Fraktionsstärke im Bundestag sitzen, radikal seien.

Die Beschränkung auf etablierte Parteien geht jedoch am Meinungsbild der Xing-Nutzer vorbei. Bei der Xing-Sonntagsfrage sprachen sich 80 Prozent für "sonstige Parteien" aus. CDU/CSU erreichten 2,81 Prozent, SPD 2,66 Prozent, die Grünen 4,95 Prozent und die FDP 3,99 Prozent. Die Linke wurde bei Xing mit 5,18 Prozent zur stärksten Kraft unter den Bundestagsparteien.

Piratenpartei-Sprecher Fabio Reinhardt erklärte Golem.de, dass sich bei Xing das gleiche Bild biete wie am Anfang auf StudiVZ. Auch dort habe es für die Datenschutzpartei, die bei der Europawahl im Juni aus dem Stand fast 1 Prozent erreichte, zuerst keine eigene Gruppe gegeben. In einer Mitgliederentscheidung hätten sich jedoch 90 Prozent für eine Piratengruppe ausgesprochen. Was Xing hier mache, wirke "etwas realitätsfern". Reinhardt gehe aber davon aus, dass Xing der Piratenpartei "über kurz oder lang" eine eigene Gruppe gebe werde. Es sei sinnvoll, dass Xing seine Herangehensweise an die politische Realität anpasse.

Nachtrag vom 5. August 2009, 21:40 Uhr:

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Mittlerweile hat Xing eingelenkt und will "der Piratenpartei gerne dasselbe Angebot wie den anderen im Bundestag vertretenen Parteien" einräumen. Es habe im Laufe des Tages zahlreiches Feedback von Xing-Mitgliedern gegeben, die sich eine Ausnahmeregelung und damit eine Gruppe der Piratenpartei auf Xing wünschen: "Als Web-2.0-Unternehmen nehmen wir das Feedback ernst und hören auf unsere User - wie wir es bereits in der Vergangenheit getan haben. Daher haben wir uns entschlossen, dass diese Ausnahme sinnvoll ist", so Xing im eigenen Blog.

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CDU-Wähler 22. Sep 2009

Ich mache hiervon immer Gebrauch.

libellenflügel 07. Aug 2009

also wenn du davon ausgehst, dass den anderen parteien in summe 3% abgehen. ich gehe...

samy1 06. Aug 2009

aber ob ich mir den Film angucke weis ich noch nicht ;-)

Whoknows 06. Aug 2009

Ich muss insofern widersprechen, da zum Beispiel auch eine Internet(!)petition bei Thema...



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