FSF startet Kindle-Kampagne für "Freiheit des Lesens"
Die Free Software Foundation (FSF) hat ihre Kampagne(öffnet im neuen Fenster) "Wir glauben an die Freiheit des Lesens" gestartet. Die FSF will damit den Onlinehändler Amazon dazu bringen, seinen E-Book-Reader Kindle so zu gestalten, dass künftig keine Inhalte mehr aus der Ferne gelöscht werden können. Dafür sammelt die FSF nun online Unterschriften.
"Amazons Verwendung von Digital Rights Management, um Nutzer und ihre Bücher zu kontrollieren und zu überwachen, stellt eine klare Bedrohung für den freien Austausch von Ideen dar", heißt es in dem Aufruf, der sich besonders an Verlage und Autoren richtet.
Amazon hatte die digitalen Ausgaben von zwei Georg-Orwell-Büchern per Fernzugriff von den Kindle-E-Book-Readern entfernt. Die E-Books "1984" und "Animal Farm" waren von dem Anbieter MobileReference in den Kindle-Shop eingestellt worden, obwohl die Firma nicht die Rechte an den Titeln besaß. Nutzer hatten gegen die Löschaktion protestiert. Amazon-Chef Jeff Bezos entschuldigte sich öffentlich.
Doch die FSF bleibt dabei: Nur wenn Amazon das digitale Rechtemanagement von seinen E-Book-Readern entferne, lasse sich sicherstellen, dass der Onlinehändler keine Inhalte mehr von den Kindles löschen kann.
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