Abo
  • Services:

Astra plant "sehr niedrige Gebühr" für HD Plus

Privatsender in HD nur gegen monatliche Zahlungen

Die Chefs des Satellitenbetreibers SES Astra geben derzeit fleißig Interviews, um für das neue Angebot HD Plus zu werben. Dass die Zuschauer für Sender wie RTL und ProSieben zahlen sollen, wenn sie diese hochauflösend empfangen wollen, gibt SES unumwunden zu. Inoffiziell sind jedoch noch Details zur Kostenstruktur.

Artikel veröffentlicht am ,

Im Spätherbst 2009 will SES Astra mit seinem im Juni 2009 angekündigten Paket HD Plus starten, einige Monate später als zunächst geplant. Als Erstes sollen RTL und Vox hochauflösend zu empfangen sein, ab Januar 2010 kommen ProSieben, Sat.1 und Kabel Eins dazu. Voraussetzung ist digitaler Satellitenempfang mit einem Receiver, der mit Entschlüsselungsmodulen nach dem neuen Standard CI Plus arbeiten kann. Auch Kabelbetreiber können die Angebote einspeisen, was aber ohnehin kostenpflichtig ist.

Stellenmarkt
  1. iS Software und Beratung GmbH & Co. KG, Regensburg
  2. PONTON GmbH, Hamburg

Mit HD Plus will Astra noch vor den öffentlich-rechtlichen Sendern, die derzeit wieder ein Showcase zur Leichtathletik-WM in Berlin senden und erst 2010 den Regelbetrieb aufnehmen wollen, die Privatsender fit für HD machen. Die scheuen nämlich nach ersten Versuchen die hohen Kosten der neuen Technik.

Die soll nun der Zuschauer bezahlen. Gegenüber dem Magazin Digital Living sagte Astra-Vorstandschef Romain Bauch: "Wir planen eine sehr niedrige monatliche oder jährliche Gebühr, die den technischen Aufwand deckt und die Sender ermutigt, in HDTV zu investieren."

Handelsblatt: 4,50 Euro pro Monat für HD Plus

Zu den konkreten Kosten und der Möglichkeit, HD Plus auch ohne einen neuen Receiver empfangen zu können, äußerte sich Bauch nicht. Bereits in der vergangenen Woche will das Handelsblatt von Brancheninsidern erfahren haben, dass die monatliche Gebühr für HD Plus 4,50 Euro betragen soll. Kauft man mit dem Abonnement einen CI-Plus-Receiver, soll HD Plus ein Jahr lang keine weiteren Kosten erzeugen, erst danach wird die Abogebühr fällig. Diese soll, so Romain Bauch gegenüber Digital Living, monatlich oder jährlich zu bezahlen sein.

Unklar ist weiterhin, ob mit diesen Beträgen schon der HD-Empfang aller Sender im HD-Plus-Paket abgedeckt ist, oder ob die Senderketten eigene Abogebühren planen. Das wäre aber allein durch einen Wechsel der Smartcards recht umständlich. Zu einem weiteren Punkt halten sich SES Astra und die Sender zudem noch völlig bedeckt: CI Plus sieht weitreichende Kontrollen der Aufzeichnungsmöglichkeiten vor. So kann über die Ausstrahlung bestimmt werden, ob eine Sendung überhaupt aufgezeichnet werden kann, und wenn das erlaubt wird, kann der Receiver sie nach einer bestimmten Zeit automatisch wieder löschen.

Spannend werden diese technischen Fragen vor allem im Zusammenspiel mit bereits verkauften HD-Receivern. Hersteller wie Humax, Kathrein, TechniSat und Vantage haben bereits angekündigt, ihre Geräte mit dem herkömmlichen CI-Slot per Firmwareupate fit für CI+ machen zu wollen. Ob dann die Aufzeichnungsfunktionen erhalten bleiben und wer die Entschlüsselungsmodule (CAMs) anbieten soll, ist aber noch nicht bekannt.

All diese Fragen, die viele HD-Interessenten derzeit verwirren, werden wohl erst zur IFA 2009 in Berlin ab dem 4. September geklärt werden. Dann will SES Astra HD Plus detaillierter vorstellen.



Anzeige
Blu-ray-Angebote

Belzebub 30. Aug 2009

word. fuck privatsender.. und fuck gez-stasi-tv!!!!

bralla 10. Aug 2009

Nein, früher hatten Sendung mit Maus, Löwenzahn, ja sogar Galileo mal Niveau - und noch...

Der Kaiser! 05. Aug 2009

Der ganze HD-Mist ist abzulehnen. Ich hab keinen Bock mich in Ketten legen zu lassen! ACK!

JohnDon 05. Aug 2009

Das ist dann aber wohl eher dein Problem. Wobei Kontent auch schon eine merkwürdige...

Jurastudent 05. Aug 2009

Ach was, noch nicht mal dazu wird's reichen! Nene, Werbung und Dummenfernsehen gegen Geld...


Folgen Sie uns
       


Alexa-App für Windows 10 ausprobiert

Wir stellen Alexa über die neue Windows-10-App einige Fragen und natürlich erzählt sie auch wie immer einen Witz.

Alexa-App für Windows 10 ausprobiert Video aufrufen
Serverless Computing: Mehr Zeit für den Code
Serverless Computing
Mehr Zeit für den Code

Weniger Verwaltungsaufwand und mehr Automatisierung: Viele Entwickler bauen auf fertige Komponenten aus der Cloud, um die eigenen Anwendungen aufzubauen. Beim Serverless Computing verschwinden die benötigten Server unter einer dicken Abstraktionsschicht, was mehr Zeit für den eigenen Code lässt.
Von Valentin Höbel

  1. Kubernetes Cloud Discovery inventarisiert vergessene Cloud-Native-Apps
  2. T-Systems Deutsche Telekom will Cloud-Firmen kaufen
  3. Trotz hoher Gewinne Wieder Stellenabbau bei Microsoft

Agilität: Wenn alle bestimmen, wo es langgeht
Agilität
Wenn alle bestimmen, wo es langgeht

Agiles Arbeiten ist, als ob viele Menschen gemeinsam ein Auto fahren. Aber wie soll das gehen und endet das nicht im Riesenchaos?
Von Marvin Engel

  1. Software-Entwickler CDU will Online-Weiterbildung à la Netflix
  2. Bundesagentur für Arbeit Ausbildungsplätze in der Informatik sind knapp
  3. IT-Jobs "Jedes Unternehmen kann es besser machen"

Mobile-Games-Auslese: Tinder auf dem Eisernen Thron - für unterwegs
Mobile-Games-Auslese
Tinder auf dem Eisernen Thron - für unterwegs

Fantasy-Fanservice mit dem gelungenen Reigns - Game of Thrones, Musikpuzzles in Eloh und Gehirnjogging in Euclidean Skies: Die neuen Mobile Games für iOS und Android bieten Spaß für jeden Geschmack.
Von Rainer Sigl

  1. Mobile Gaming Microsoft Research stellt Gamepads für das Smartphone vor
  2. Mobile-Games-Auslese Bezahlbare Drachen und dicke Bären
  3. Mobile-Games-Auslese Städtebau und Lebenssimulation für unterwegs

    •  /