Nvidias Raytracer heißt "OptiX" und wird stärker integriert

Kostenlose Tools für Anwendungen auf Quadro-Karten

Der zuerst als "NVIRT" bekannte Raytracer des Chipherstellers bekommt nun zusammen mit seinen Zusatzmodulen einen neuen Namen. Im Laufe des Jahres 2009 will Nvidia die Pakete vorstellen, die sich in Anwendungen auf Quadro-FX-Grafikkarten nutzen lassen.

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Der "Nvidia Interactive Raytracer" (NVIRT) ist kein Renderer, sondern ein Programm, das auf der Grafikkarte die Beleuchtung berechnet, die dann ein anderer Renderer übernehmen kann. Dies hatte Nvidia schon bei der Vorstellung des Pakets Anfang 2009 betont, wie in einer PDF-Präsentationen nachzulesen ist.

Damit ist das nun "OptiX" genannte Paket nicht in erster Linie für Spiele, sondern für die Integration in Anwendungen zur Darstellung von einzelnen sehr komplexen 3D-Modellen gedacht. Autohersteller können so sehr realitätsnah beispielsweise einem potenziellen Kunden die Effekte von verschiedenen Lackierungen unter wechselnden Lichteinflüssen vorführen. Für Programme wie 3ds Max, Maya und AutoCAD gibt es bereits Umsetzungen auf Basis des NVIRT.

Der Raytracer arbeitet dabei auf einer oder mehreren Grafikkarten, gesteuert werden die GPUs von dem Paket "CompleX". Für besonders große Datensätze, etwa der Auswertung von medizinischen Scans, soll "SceniX" dienen, das ebenfalls mehrere Grafikprozessoren unterstützt. Nvidia hat die Module nun einheitlich bezeichnet, das X am Ende des Namens wird schon beim auch für Spiele geeigneten PhysX verwendet.

Die neuen Entwicklerpakete soll es kostenlos auf Nvidias Entwicklerseiten zum Download geben. SceniX und CompleX gibt es schon als Engines, ein vollständiges SDK mit OptiX und der 64-Bit-Version von PhysX soll im Herbst 2009 folgen. Erste Beispiele von typischen Raytracing-Szenen kann man auf Nvidias Seiten zu OptiX aber schon finden - wenn auch bisher nur als winzige Bilder.

Die vier neuen Pakete arbeiten entweder auf PCs mit einer oder mehreren Grafikkarten, können aber auch auf den externen Renderboxen der Serie OptiPlex laufen, wobei sie mit der Zahl der GPUs besonders gut skalieren sollen. Dass Nvidia das so stark betont, dürfte an Intels Projekt Larrabee liegen, das sich nicht nur für Spiele, sondern auch professionelle Anwendungen gut eignen soll.

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