• IT-Karriere:
  • Services:

Jugendschutz und Onlinespiele: Mindeststandards statt USK?

KJM äußert sich in ihrem Tätigkeitsbericht über Jugendschutz bei Onlinespielen

Die USK untersucht jedes Computerspiel auf seine Alterstauglichkeit - aber nur, wenn es auf DVD oder einem "festen" Trägermedium in den Handel kommt. Onlinespiele werden derzeit nicht geprüft. Das soll sich nach dem Willen der zuständigen Jugendschützer ändern.

Artikel veröffentlicht am ,

Zuständig für den Jugendschutz bei Onlinespielen ist die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) - die allerdings, anders als die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK), keine systematischen und regelmäßigen Prüfungen von Spielen vornimmt und auch keine Altersfreigaben vergibt. Jetzt hat die KJM ihren neuen Tätigkeitsbericht vorgelegt und sich darin zum Thema Jugendschutz bei Onlinespielen geäußert.

Stellenmarkt
  1. Kässbohrer Geländefahrzeug AG, Laupheim
  2. WBS GRUPPE, Home-Office

In letzter Zeit waren die Online- und Browsergames regelmäßig Thema bei Treffen von Jugendschützern, Politikern und Branchenvertretern. Dabei war oft von der Absicht zu hören, die Zuständigkeit der USK auf Onlinespiele zu erweitern. Die KJM ist der Meinung, dass bei den interaktiven Unterhaltungsangeboten im Internet das "Mittel der klassischen Kennzeichnung aufgrund der dynamischen Inhalte über die vielfältigen Möglichkeiten der Interaktion, der Kommunikation und der Eigengestaltung eines Spielverlaufs nur bedingt eine praktikable und effektive Herangehensweise darstellt: Je mehr ein Spiel veränderbar ausgestaltet ist oder kommunikative Dienste integriert sind, desto weniger geeignet erscheint eine starre, vorab erfolgende Altersfreigabe." Sprich: Wenn sich der Inhalt eines Spiels durch ein simples Update verändern kann, funktionieren Altersfreigabesysteme nicht. Zuletzt hatte unter anderem der Kriminologe Christian Pfeiffer die Überzeugung geäußert, dass World of Warcraft auch durch die regelmäßigen Updates keine USK-Freigabe "ab 12" mehr haben dürfte, sondern die "ab 18"-Plakette verdiene.

Die KJM schlägt nun vor, dass bei Onlinespielen "auch über andere Formen von Aufsicht und Kontrolle, beispielsweise in Form von Mindestsicherheitsstandards", nachgedacht werde. Konkreter wird die Kommission nicht. Vermutlich meint sie mit den Mindestsicherheitsstandards feste Kriterien etwa über Gewaltdarstellungen, an die sich etwa ein Hersteller von Browsergames halten muss - oder zumindest freiwillig halten kann. Außerdem weist die KJM darauf hin, dass es den Anbietern freisteht, "ihre Angebote, auch im Bereich der Telemedien, den anerkannten Einrichtungen Freiwilliger Selbstkontrollen zur Überprüfung und Bewertung vorzulegen."

Nach Angaben der KJM haben die Prüfverfahren zwischen April 2007 und Februar 2009 im Bereich der Onlinespiele zugenommen. Viele der Anbieter von Seiten, die problematische Inhalte zugänglich machen würden, befänden sich allerdings im Ausland, so dass das Indizierungsverfahren die einzige Möglichkeit für deutsche Behörden darstellt.

Die KJM fordert neue Gesetze über die Zuständigkeit bei Onlinespielen, aber auch bei anderen Onlineinhalten. Von Internetprovidern verlangt sie die Sperrung "bestimmter unzulässiger und jugendgefährdender Inhalte", was diese über ihre Verbände jedoch - außerhalb von Kinderpornografie - strikt ablehnen.

Der KJM-Vorsitzende Wolf-Dieter Ring schreibt in dem Bericht, er habe bei einem Treffen angekündigt, dass die KJM prüfe, "ob exemplarisch einzelne Sperrungsverfügungen erlassen werden", falls "nicht schriftlich Lösungsvorschläge zu effektiven freiwilligen Maßnahmen" vorgelegt würden. Laut dem KJM-Bericht sei "Ziel dieser exemplarischen Einzel-Sperrverfügungen [...], die Notwendigkeit für Gesetzesänderungen und -verschärfungen aufzuzeigen".

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Mobile-Angebote
  1. (u. a. Galaxy S21 mit Galaxy Buds Pro In-Ears und Galaxy Smart Tag für 849€)
  2. 189,99€ (Bestpreis)
  3. 819€ (Ebay Plus - Bestpreis)
  4. 189€ (Bestpreis)

IchDuErSieEs 05. Aug 2009

wer war das nochmal, der meinte von china könne man lernen? auch so ein politiker :p...

Uschi12 04. Aug 2009

Warum sperren wir denn nicht gleich jede Person von der Gesellschaft komplett aus? Ich...


Folgen Sie uns
       


Demon's Souls Remake (PS5) - Fazit

Im Testvideo stellt Golem.de das Remake des epischen Fantasy-Rollenspiels Demon's Souls für die Playstation 5 vor.

Demon's Souls Remake (PS5) - Fazit Video aufrufen
Star Wars und Star Trek: Was The Mandalorian besser macht als Discovery
Star Wars und Star Trek
Was The Mandalorian besser macht als Discovery

Unabhängig von der Story und davon, ob man Star Trek oder Star Wars lieber mag - nach den jüngsten Staffeln wird deutlich: Discovery kann handwerklich nicht mit The Mandalorian mithalten. Achtung, Spoiler!
Ein IMHO von Tobias Költzsch

  1. Lucasfilm Games Ubisoft entwickelt Open World mit Star Wars
  2. Krieg der Sterne Star Wars spielt unter dem Logo von Lucasfilm Games
  3. Star Wars chronologisch Über 150 Stunden Krieg der Sterne

Star Trek: Discovery 3. Staffel: Zwischendurch schwer zu ertragen
Star Trek: Discovery 3. Staffel
Zwischendurch schwer zu ertragen

Die dritte Staffel von Star Trek: Discovery beginnt und endet stark - zwischendrin müssen sich Zuschauer mit grottenschlechten Dialogen, sinnlosem Storytelling und Langeweile herumschlagen. Achtung, Spoiler!
Eine Rezension von Tobias Költzsch

  1. Amazon Star Trek: Lower Decks kommt im Januar nach Deutschland
  2. Star Trek Discovery Harte Landung im 32. Jahrhundert
  3. Star Trek Prodigy Captain Janeway spielt in Star-Trek-Cartoonserie mit

Westküste 100: Wie die Energiewende an der Küste aussehen soll
Westküste 100
Wie die Energiewende an der Küste aussehen soll

An der Nordseeküste stehen die Windräder auch bei einer frischen Brise oft still. Besser ist, mit dem Strom Wasserstoff zu erzeugen. Das Reallabor Westküste 100 testet das.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. 450 MHz Energiewirtschaft gewinnt Streit um Funkfrequenzen
  2. Energiewende Statkraft baut Schwungradspeicher in Schottland

    •  /