Softimage 2010 mit Face Robot
Die 3D-Modeling-, Animations- und Renderingsoftware Softimage 2010(öffnet im neuen Fenster) soll schneller arbeiten als die Vorgänger, was sich nicht nur, aber vor allem bei großen Projekten auszahlen soll. Laden, speichern, häufig gebrauchte Funktionen gehen schneller vonstatten und auch der Editor Function Curve (FCurve) arbeitet zügiger.
Schneller zu animierten Gesichtszügen
In Softimage 2010 ist das Gesichtsanimationswerkzeug Face Robot integriert. Es ermöglicht Rigging und naturgetreue Animation vieler 3D-Gesichter. Die Face-Robot-Köpfe lassen sich nach Autodesk Maya exportieren.
Autodesk hat auch die Modeling-Tools überarbeitet, neue Animations- und Kamerafunktionen hinzugefügt sowie das Crosswalk-Toolset aktualisiert. Mit neuen Werkzeugen vereinfacht Autodesk zudem die Verwaltung von Projekten und komplexen Aufgaben. So gibt ein neues Scene-Debugger-Toolset beispielsweise Auskunft über die Performance und den Speicherbedarf einer Szene. Innerhalb von Szenen lässt sich nun leichter suchen.
Für ICE-Systeme (Interactive Creative Environment) lassen sich nun nach Bedarf individuelle Knoten erstellen. Damit ist es beispielsweise möglich, ein eigenes Kollisionsverhalten für Objekte mit Einbeziehung von dessen Form zu bestimmen. Die ICE-Effekte lassen sich für Maya exportieren.
Preis und Verfügbarkeit von Softimage 2010
Autodesk will Softimage 2010 ab September 2009 ausliefern. Der Preis für die Windows-Version beträgt 2.995 US-Dollar. Die Linux-Version ist zwar mit 3.295 US-Dollar teurer, kommt aber dennoch ohne Face Robot, da es dieses Tool nur für Windows gibt. Für Softimage Advanced 2010 für Windows und Linux, das Lizenzen für Batch-Rendering im Netzwerk beinhaltet, werden 4.695 US-Dollar verlangt.
Upgrades vom Vorgänger Softimage 7.5 Windows zu Softimage 2010 Windows werden 1.495 US-Dollar kosten. Der Wechsel von Softimage 7.5 Linux zu 2010 Linux kostet 1.645 US-Dollar. Und für das Upgrade von Softimage 7.5 Advance nach Softimage Advanced 2010 Windows/Linux werden 2.345 US-Dollar veranschlagt. Upgradeangebote für frühere Softimage-Versionen gibt es nicht.
Euro-Preise für das neue Softimage wurden noch nicht genannt.
MotionBuilder 2010 und Mudbox 2010
Ebenfalls neu angekündigt wurden das Physik-Simulations-Tool MotionBuilder 2010 und der Sculpting- und Painting-Editor Mudbox 2010. Beide sind auch Bestandteil der Entertainment Creation Suites 2010(öffnet im neuen Fenster), mit denen die Werkzeuge im Paket günstiger erworben werden können.
MotionBuilder 2010(öffnet im neuen Fenster) fühlt sich laut CJ Markham, dem Chefanimator des Spielestudios Rockstar Games London, deutlich schneller als die Vorgänger an. Speicher und Prozessorleistung sollen effizienter genutzt werden. Die Software arbeitet mit Autodesk Maya und Autodesk 3ds Max nun besser zusammen. Softimage und Autodesks HumanIK-Middleware können die Physiksimulation ebenfalls nutzen. Autodesk will die Windows-Software im Laufe des August 2009 für 3.995 US-Dollar ausliefern. Ein Upgrade von MotionBuilder 2009 auf 2010 schlägt mit 995 US-Dollar zu Buche.
Mudbox 2010(öffnet im neuen Fenster) kann nun leichter mit Adobes Bildbearbeitung Photoshop genutzt werden – PSDs lassen sich beispielsweise als Paint-Layer importieren. Die Zusammenarbeit mit Maya, 3ds Max und Softimage soll ebenfalls einfacher sein, da etwa Autodesk-FBX-Dateien direkt verarbeitet werden können. Ab der 2010er Version können Grafiker nahtlos über mehrere Texture-Maps hinweg zeichnen, was sehr große Texturen ermöglicht. Mit einem neu hinzugekommenen, C++-basierten Software Development Kit (SDK) kann Mudbox angepasst und in den eigenen Produktionsprozess enger eingebunden werden.
Mudbox 2010 soll ebenfalls im August 2009 erscheinen, für MacOS X und Windows. Der Preis wird 745 US-Dollar betragen, für das Upgrade vom Vorgänger Mudbox 2009 werden 375 US-Dollar verlangt.