Grafikstandard OpenGL wird mit Version 3.2 weiter geöffnet

Optionale Erweiterungen können nun Teil des Standards werden

Im Rahmen der Grafikkonferenz "Siggraph" hat das Khronos-Konsortium die Version 3.2 der Grafikschnittstelle OpenGL vorgestellt. Das API enthält nun für die Rückwärtskompatibilität zu älteren Versionen zwei verschiedene Profile, zudem gibt es einige proprietäre Erweiterungen. Was sich davon bewährt, kann auch Teil des Standards werden.

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Mit OpenGL 3.0 hatte Khronos Mitte 2008 einen - allerdings nicht endgültigen - Kompatibilitätsbruch gewagt. Hardware und Treiber nach OpenGL 1.x und 2.x mussten mit Produkten nach OpenGL 3.0 nicht zwingend funktionieren. Erst im Ende März 2009 vorgestellten OpenGL 3.1 zeigten sich erste Schritte zurück zur Rückwärtskompatibilität, vor allem getrieben durch das "OpenGL Architecture Review Board", kurz: ARB.

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In dieser Arbeitsgruppe können Mitglieder des Konsortiums die optionalen Erweiterungen, auch als OpenGL-Extensions bekannt, diskutieren und dann entscheiden, ob sie Teil des Standards werden. Über die Extensions lassen sich bei OpenGL traditionell Funktionen eines Grafikprozessors ansprechen, die nicht Teil des Standards sind. Starken Gebrauch davon machte beispielsweise id Software mit seinen Quake-Engines.

Das ARB hat nun für OpenGL zwei neue Profile zertifiziert, eines davon unterstützt wieder OpenGL 1.x und 2.x. Das andere bietet höhere Leistung, arbeitet aber nur mit Funktionen ab OpenGL 3.0.

All das ist Teil der Bemühungen, im Rahmen des plattformübergreifenden Standards zu DirectX aufzuschließen. Daher gibt es nun nach gut vier Monaten schon die nächste Version von OpenGL. Sie sieht unter anderem Geometrie-Shader vor, mit denen sich die 3D-Modelle direkt im Grafikprozessor manipulieren lassen. Die Shaderprogramme können zudem direkt auf Texturen zugreifen, was etwa die Kantenglättung per Multisampling vereinfacht. Die Shadersprache GLSL (GL Shader Language) für diese Funktionen trägt darum nun die Versionsnummer 1.5 gegenüber 1.4 bei OpenGL 3.1.

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Im ARB engagieren sich vor allem AMDs Grafikabteilung ATI und Nvidia stark, beide bringen eigene Vorschläge für Extensions ein, die sich auch schon in der Spezifikation (PDF) finden. Diese Extensions sind dort ab Seite 353 des PDFs als "GL_ARB_" gekennzeichnet.

Sofern sich für die verschiedenen Architekturen der Grafikprozessoren Wege finden lassen, diese ARB-Extensions allgemeingültig umzusetzen, können sie später Teil der verpflichtenden Funktionen von OpenGL namens "Core Features" werden, was aber in einer neuen Version von OpenGL, beispielsweise demnächst 3.3, festgeschrieben wird. Bisher ist das aber nicht nötig. Eine Grafikkarte kann sich durchaus mit "OpenGL-3.2-kompatibel" schmücken, wenn sie eine der ARB-Erweiterungen nicht beherrscht.

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