"Wir verdienen pro User mehr als Blizzard mit denen von WoW"

Golem.de: Demnächst sollen Streamingangebote wie Onlive oder Gaikai online gehen. Bedroht das ihr Geschäftsmodell?

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Hubertz: Bei Onlive brauchen Sie eine Set-Top-Box, und bei allen diesen Diensten eine sehr schnelle Internetverbindung. Aber grundsätzlich ist das ein spannendes Modell. Wir bei Bigpoint.com bieten jetzt schon Downloadspiele an, und wenn Streaming in der Zukunft eine spannende Technologie ist, dann würden wir darauf aufsetzen. Wir verstehen uns als Onlinegames-Company, sind nicht allein fokussiert auf Browsergames.

Golem.de: Erwarten Sie, dass in der Zukunft auch Großpublisher wie Electronic Arts oder Activision-Blizzard in Ihrem Bereich wildern?

Hubertz: Derzeit wildern wir eher im Bereich von EA. Aber natürlich ist das eine Konkurrenz, die wir sehr ernst nehmen. Aber wir sind auch im engen Kontakt mit denen und unterhalten uns intensiv. Aber das, was die nicht wissen, ist wie Onlinegames funktionieren. Die wissen, wie man ganz klassisch eine DVD produziert und welche Spiele man für eine Konsole herstellt. Allerdings wissen sie nicht, wie man mit dem User wirklich in Kontakt tritt, wie man eine Community steuert, wie man das Balancing in einer Community macht, die live spielt - und das alles auch noch mit einem Free-2-play-Geschäftsmodell. Der Markt wird sich vergrößern und entwickeln, auch technologisch. Es wird mehr und bessere Spiele geben, aber wir sehen dem positiv entgegen.

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Golem.de: Was wird sich bei den Browsergames in der nahen Zukunft alles tun?

Hubertz: Es wird sich viel in Sachen 3D tun - wir zeigen bei Poisonville jetzt schon, was da machbar ist. Es gibt andere Engines wie Unity 3D, die aktuell im Kommen sind und für die Browsergameentwicklung sehr spannend sind. Aber es wird auch weiterhin Flashspiele geben, und HTML/PHP-basierte Spiele. Wir entwickeln auf allen Plattformen, um alle Zielgruppen bedienen zu können.

Golem.de: Warum bietet Bigpoint eigentlich keine Verkaufsversionen im Verbund mit Abonnements an, wie Blizzard das mit World of Warcraft tut?

Hubertz: Ich finde, Free to play ist das fairste Geschäftsmodell für den Endverbraucher. Der User registriert sich kostenlos und kann kostenlos spielen. Wenn ihm das Spiel gefällt, kann er sich Items kaufen, die ihm ein besonderes Aussehen geben oder ihm kleine Zeitvorteile verschaffen - aber er bezahlt nur dann, wenn er es möchte. Er hat kein Abo und also kein Problem, wenn er mal zwei oder drei Monate im Urlaub oder Krankenhaus ist und keine Zeit hat.

Das Interessante dabei ist: Unsere 77 Millionen aktiven Nutzer sind, weil es bei uns so fair zugeht, auch bereit, Geld zu zahlen. Deshalb verdienen wir pro User zwei- bis dreimal mehr als Blizzard mit denen von World of Warcraft.

Golem.de: Welche Gegenstände laufen bei Bigpoint.com im Itemshop eigentlich am besten? Geht es den Spielern mehr ums Aussehen, oder doch um die Zeitersparnis?

Hubertz: Ganz klar die Zeitersparnis. Es ist ganz wichtig zu wissen, dass man sich bei uns alle Gegenstände auch erspielen kann. Derjenige, der bereit ist, ein wenig Zeit zu investieren, kommt trotzdem ans Ziel. Und wer ein bisschen Geld auf den Tisch legt, kann es sofort haben und hat dann ein oder zwei Wochen gespart.

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Reiseo 14. Apr 2010

Partnerprogramme und Webmaster wollen mehr. Sie, die Partnerprogramme bieten den jung...

BP-User 06. Aug 2009

"Allerdings wissen sie nicht, wie man mit dem User wirklich in Kontakt tritt, wie man...

16Bitigger Bit 05. Aug 2009

Da ist eine Frage zu Java im Browser. Oder habe ich da was verpasst. Da gehört ja kaum...

float 05. Aug 2009

wo haste die Zahlen denn her? Dann scheinen sie 2008 einfach viel investiert zu haben in...



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