"Wir verdienen pro User mehr als Blizzard mit denen von WoW"

Golem.de: Was war dann der Anlass, dass sie mit Poisonville ein relativ großes Spiel produzieren - nebenbei daddeln geht da ja nicht?

 

Hubertz: Wir wollen mit unseren Spielen weiter wachsen. Wir wachsen jetzt schon sehr extrem, verdreifachen unseren Umsatz, wachsen bei den Mitarbeiterzahlen. Das soll in Zukunft so weitergehen. Deshalb haben wir uns entschlossen, auf unserer Webseite Bigpoint.com schon bald das Spiel Poisonville zu launchen, das in der Entwicklung sehr teuer war - wir haben dafür rund eine Million Euro Budget. Damit schaffen wir ein Spiel, das vergleichbar ist mit Titeln auf PC und Konsole.

Golem.de: Denken Sie, dass sie damit neue Zielgruppen gewinnen?

Hubertz: Nein, die Zielgruppe ist ja jetzt schon die gleiche wie auf Konsolen. Nur ist das Zeitkontingent, das sie einsetzt, bei uns noch kleiner als auf Playstation 3 oder Xbox 360. Das wollen wir ändern. Wir wollen den User wieder zum PC ziehen und möchten, dass er browserbasierte Spiele spielt.

Golem.de: Haben Sie Zahlen darüber, wie das mit dem Zeitkontingent ist?

Hubertz: Ich weiß, wie das bei unseren Spielen ist, und kenne auch Studien über die Konsolen. Es ist noch so, dass wir mit der am Stück gespielten Zeit, also mit der Session, noch deutlich zurückliegen - bei uns spielen die Leute 20 oder 30 Minuten am Stück. Aber mehrmals am Tag, so dass sie in der Summe auf ähnliche Zeiten wie auf Konsole kommen. Aber wir stehen in Konkurrenz zu den Konsolen, und deshalb müssen wir uns bei der Qualität sowohl was die Tiefe des Spielspaßes als auch was die Grafik oder die Physikengine angeht noch verbessern.

Golem.de: Poisonville basiert auf Java. Ist das nicht riskant? Ein Spiel auf Java kann, je nach Version, sehr unterschiedliches Laufzeitverhalten aufweisen.

Hubertz: Wir haben eine große und sehr gute Quality-Assurance-Abteilung, die das auf verschiedensten Rechnern durchtestet - derzeit sind es elf Mitarbeiter, das ist für eine QA-Abteilung schon sehr ordentlich. Die testen alle Spiele permanent auf verschiedensten Betriebssystemen, und auch auf alten Browsern.

Für Java haben wir uns bewusst entschieden, weil es die Engine ist, mit der man echtes 3D im Browser darstellen kann. Und das wollen wir - mit echtem Motioncapturing und echter Physik.

Golem.de: Welcher Browser ist ihnen eigentlich am liebsten?

Hubertz: Wir merken da schon Unterschiede, auch beim Userverhalten. Der Gamer nutzt eher Firefox, der Neu-User, der zu uns kommt, eher Internet Explorer. Chrome spielt bei uns derzeit noch keine Rolle.

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Reiseo 14. Apr 2010

Partnerprogramme und Webmaster wollen mehr. Sie, die Partnerprogramme bieten den jung...

BP-User 06. Aug 2009

"Allerdings wissen sie nicht, wie man mit dem User wirklich in Kontakt tritt, wie man...

16Bitigger Bit 05. Aug 2009

Da ist eine Frage zu Java im Browser. Oder habe ich da was verpasst. Da gehört ja kaum...

float 05. Aug 2009

wo haste die Zahlen denn her? Dann scheinen sie 2008 einfach viel investiert zu haben in...



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