Infineon stellt stromsparenden Gigabit-Ethernet-Chip vor
Der für Geräte in Gigabit-Heimnetzwerken ausgelegte XWAY PHY11G reduziert vor allem die Leistungsaufnahme in Idle-Phasen, wenn kein Datentransfer über den Ethernet-Link stattfindet, was in privaten Heimnetzwerken der Regelfall ist: Diese Netzwerke werden üblicherweise rund um die Uhr betrieben, aber nur weniger als ein Prozent der Zeit aktiv genutzt, so Infineon.
Gedacht ist der Gigabit-Ethernet-Chip für Breitbandanwendungen wie xDSL- und PON-(Passive-Optical-Network-)Router in Home-Gateway-Anwendungen, IP-Telefone, PC-Motherboards und Anwendungen wie IPTV, Set-Top-Boxen, Spielekonsolen oder Drucker.
Der XWAY PHY11G entspricht den EEE-Vorgaben (Energy Efficient Ethernet). Er reduziert laut Hersteller die Leistungsaufnahme gegenüber anderen Gigabit-PHY-ICs um bis zu 90 Prozent, kommt dann mit 50 mW statt 500 mW aus. Auch beim Betrieb unter Volllast soll der Chip besonders effizient sein und mindestens 25 Prozent weniger Leistung benötigen als vergleichbare Produkte. Die Gesamtleistungsaufnahme soll bei weniger als 400 mW liegen.
Infineon fertigt die neuen PHY-Bausteine in einem 65-nm-Prozess. Die Bausteine arbeiten mit einer Stromversorgung von 2,5 V bis 3,3 V. Der integrierte DC/DC-Wandler soll die Kosten für externe Bauteile reduzieren.
Muster des XWAY PHY11G und XWAY PHY22F sollen ab dem 4. Quartal 2009 verfügbar sein, die Serienfertigung im 1. Quartal 2010 starten.
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