Elpida will Qimondas Grafikspeichersparte kaufen

Japanischer Speicherhersteller plant neue Niederlassung in München

Elpida Memory will einige Qimonda-Entwickler übernehmen und in München ein neues Designcenter für Grafikspeicher aufbauen. Die japanische Firma hat die Verhandlungen offiziell bestätigt.

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Der japanische Speicherhersteller Elpida Memory will einen Unternehmensbereich des bankrotten Konkurrenten Qimonda kaufen. Geplant sei, 45 Qimonda-Entwickler anzustellen und ein neues Designcenter für Grafikspeicher in München zu eröffnen, berichtet die japanische Wirtschaftszeitung Nikkei. Bei der Fertigung würden die neuen Eigner weiter auf Qimondas Verbindungen zu dem taiwanischen Auftragshersteller Winbond setzen.

Elpida will demnach Qimondas geistiges Eigentum für Grafikspeicher für fünf Jahre lizenzieren. Eine offizielle Vereinbarung soll in Kürze verkündet werden. Elpida wolle erheblich mehr als 1 Milliarde Yen (7,3 Millionen Euro) investieren, heißt es in dem Bericht.

Elpida hat bei der heutigen Bekanntgabe seiner Quartalszahlen die Gespräche mit den Qimonda-Insolvenzverwaltern und -Kreditgebern bestätigt. Eine Vertragsunterzeichnung sei frühestens im August 2009 zu erwarten, so Firmensprecherin Kumiko Higuchi. Der Preis und einige Details würden aber weiter verhandelt, und es sei auch noch möglich, dass die Verhandlungen abgebrochen würden.

Die Qimonda-Chipfabrik in Dresden mit früher 3.900 Beschäftigten wird bis Jahresende stillgelegt. Insolvenzverwalter Michael Jaffé betreibt die "Resteverwertung", den Verkauf der Gebäude, Maschinen und des geistigen Eigentums. Vorstandschef Kin Wah Loh hat sich bereits verabschiedet.

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