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Google plant Synchronisierungsdienst für Chrome

Browser soll Nutzerdaten mit Google-Servern abgleichen. Google Browser Chrome soll künftig Nutzerdaten mit einem Google-Account abgleichen können, ähnlich wie es Mozilla mit Weave tut. Das zugrundeliegende Protokoll ist offen und Google plant, den gesamten Code des Synchronisationsdienstes als Open Source freizugeben und in Chromium zu integrieren.
/ Jens Ihlenfeld
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Die geplante Synchronisierungsfunktion(öffnet im neuen Fenster) für Chrome und Chromium soll die Bookmarks eines Nutzers mit einem Google-Account abgleichen. Wobei dies künftig auf weitere Daten wie besuchte Webseiten und Browserhistory erweitert werden könnte. Mozilla entwickelte mit Weave Sync einen ähnlichen Dienst, der komplett offen gestaltet ist.

Durch die Synchronisation sollen Nutzer an unterschiedlichen Geräten und mit unterschiedlichen Browsern immer dieselbe Umgebung vorfinden, was auch mobile Browser einschließt. Google plant zudem ein zusätzliches Webinterface zur Bookmarkverwaltung von Chrome.

Die Kommunikation zwischen dem Browser als Client und den eigenen Servern wickelt Google über Protocol Buffers (protobuf) ab. Das Protokoll verwendet Google auch in anderen Bereichen zum Datenaustausch. Es ist unter code.google.com/p/protobuf(öffnet im neuen Fenster) dokumentiert. Dort sind auch entsprechende Bibliotheken unter einer BSD-Lizenz verfügbar.

Um Veränderungen auch bei mehreren Millionen Nutzern gleichzeitig möglichst ohne Zeitverzögerung zwischen Systemen austauschen zu können, nutzt Google das XMPP-Messages und greift auf die Server von Google Talk zurück, die das gleiche Protokoll nutzen. So kann Google die Synchronisierung eines Clients anstoßen.

Die Clientseite des Synchronisationsdienstes hat Google in einer Sync(öffnet im neuen Fenster) genannten Bibliothek implementiert. Der entsprechende Code soll ab dieser Woche Stück für Stück in das Open-Source-Projekt Chromium integriert werden. In rund drei Wochen soll sämtlicher Clientcode als Open Source vorliegen. In der Mac-Version von Chrome funktioniert das Ganze derzeit noch nicht.

Eine erste Entwicklerversion von Chrome mit Synchronisation soll in etwa einer Woche über Chromes Dev-Channel veröffentlicht werden. Damit will Google dann auch beginnen, die zugehörigen Backendsysteme mit echtem Nutzertraffic zu testen, die parallel entstanden sind.


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