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Version 0.9 von Eclipse 4 erschienen

Eclipse anpassen mit Javascript und CSS

Die freie Entwicklungsumgebung Eclipse 4 setzt auf eine neue Architektur und erlaubt eine umfassende Manipulation der Oberfläche zur Laufzeit. Mit einer verbesserten SWT-Bibliothek können Desktopanwendungen in Flex-Anwendungen umgewandelt werden.

Das Eclipse-Projekt begann ursprünglich als integrierte Entwicklerumgebung und entwickelte sich mit Hilfe vielfältiger Plug-ins zu einer umfangreichen Plattform und bildet mittlerweile zugleich ein Framework für Anwendungen auch abseits von Entwickleraufgaben.

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Bei früheren Versionssprüngen von Eclipse standen neue Funktionen und eine bessere Performance im Vordergrund. Eclipse 4, auch e4 genannt, hingegen setzt auf eine neue Anwendungsarchitektur, um die Entwicklung, Anpassung und Anwendungen von Eclipse-Plug-ins zu vereinfachen.

An die Stelle des monolithischen Kerns, an den Plug-ins angedockt werden, tritt eine serviceorientierte Architektur. Damit soll die Wiederverwendbarkeit vorhandener Funktionen innerhalb von Plug-ins verbessert werden. Bislang konnten Plug-in-Entwickler Funktionen anderer Plug-ins nur durch deren direkte Einbindung ansprechen. Das führte dazu, dass für ein einzelnes Plug-in umfangreiche Abhängigkeiten aufgelöst werden müssen, selbst wenn der Anwender nur einen Bruchteil der Funktionen nutzen will. Der Umbau betrifft auch den Eclipse-Kern selbst, seine Funktionen werden gleichfalls als Services bereitgestellt. Als Folge soll Eclipse ressourcensparender zur Laufzeit werden.

Einer der Nebeneffekte des Umbaus und erklärtes Ziel ist die Bereitstellung der Services auch für andere Programmiersprachen außer Java. Eclipse 4 unterstützt Javascript direkt und erlaubt damit die direkte Manipulation einer laufenden Anwendung beziehungsweise eines Plug-ins und dessen bereitgestellter Ressourcen einschließlich dessen Benutzeroberfläche. Der Zugriff erfolgt dabei ähnlich wie in einem Browser über ein Document Object Model (DOM).

Ziel dieser Maßnahme ist eine flexible Anpassung von Eclipse durch den Benutzer selbst, es können aber auch vollwertige Plug-ins vollständig in Javascript entwickelt werden.

Oberflächen müssen in Eclipse 4 nicht mehr hart programmiert werden, sondern können auch per XML definiert oder über ein Datenmodell erzeugt werden. Die Optik der Oberfläche lässt sich durch CSS beeinflussen. Dabei orientieren sich die CSS-Fähigkeiten an denen moderner Browser.

Ein weiterer Schritt Richtung Web ist eine Actionscript-/Flex-Implementierung von SWT, der Grafikbibliothek für Oberflächen innerhalb von Eclipse. Damit soll es deutlich einfacher werden, Desktopanwendungen in Webanwendungen umzuwandeln. Anpassungen an andere Sprachen und Techniken wie Javascript oder Silverlight sind angedacht.

Obwohl die umfangreichen Änderungen an Eclipse 4 ein großer Fortschritt sind, rufen die Architekturänderungen Bedenken hervor, da sie ein großer Bruch mit den bisherigen Plug-in-Schnittstellen darstellen. Konkret äußerte Doug Schaefer, Hauptentwickler der C-Werkzeuge für Eclipse, in seinem Blog Bedenken. So könnten sich Entwickler und Firmen gezwungen sehen, sich entweder für Eclipse 3.x oder 4.x zu entscheiden, wenn es um die Weiterentwicklung von Plug-ins geht.

Eclipse 4 steht in der stabilen Vorabversion 0.9 unter der Downloadseite des Eclipse-e4-Projektes zum Download bereit.


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Satan 03. Aug 2009

schonmal das wort "hardcoded" gehoert?

Satan 03. Aug 2009

XML ist aber schnell zusammengebaut. Und muss nicht unbedingt langsam sein.

Datengrab 03. Aug 2009

e17 entwickelt sich ja auch noch...



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