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Analoges Twittern im Betahaus

Das Bürohaus der Zukunft liegt am Kreuzberger U-Bahnhof Moritzplatz in der Prinzessinnenstraße. Wer die Adresse kennt - die Nutzer erfahren vom Betahaus über analoge und digitale Mundpropaganda -, steht vor einem Gewerbehaus mit mehreren Mietern. Ein Schild gibt es nicht, große Klebereste deuten auf einen Versuch hin, der einen Windtest nicht überstanden hat.

Under construction

Auch im Haus ist vieles nicht fertig. Hinter dem kürzlich eröffneten Café gibt es einen Bürobereich "under construction", wie Christoph es formuliert. Kein Mensch ist zu sehen, in einer Ecke liegt eine enorme Anzahl von Kabeln und Steckdosen. Hier sollen sich später Nutzer einmieten können, die keinen festen Schreibtisch brauchen. Sie können für ein paar Tage im Monat eine Nutzungserlaubnis erwerben und sich einen Tisch aussuchen, den sie abends wieder aufräumen müssen. Das Wichtigste ist vorhanden: ein Internetanschluss über das hauseigene WLAN.

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Mehr braucht ein Freischaffender oder ein kleines Start-up-Unternehmen nicht. Ein eigenes Büro würde sich für die, die viel unterwegs sind oder gerade ihre Existenz gründen, nicht lohnen. Statt daheimzusitzen, können sich auch kleine Arbeitsgruppen an einigen Tagen zum Arbeiten im Betahaus treffen.

Temporäre Unterkunft für Projekte

Wer etwas Längerfristiges will, muss drei Stockwerke höher gehen. Auch hier gibt es flexible Schreibtische und viele Dreifach-Steckdosen-Leisten, die abenteuerlich von der Decke baumeln. Das sind die einzigen auffälligen Kabel im Betahaus, denn der moderne Büroarbeiter lebt bis auf den Strombedarf ungebunden. Einige Arbeitsplätze machen den Eindruck, als seien ihre Nutzer hier schon seit Monaten. Tastaturen warten auf die Rückkehr von Laptops, vollgepackte Ikea-Regale flankieren die Tische. Sogar Monitore und Rechner im Tower-Gehäuse finden sich in einer Ecke. Die dazugehörige kleine Bürogemeinschaft schleppt den Rechner am Abend wohl kaum wieder nach Hause.

Und so bekommen diese an eine Werkstatt erinnernden Räume fast etwas Gemütliches, auch wenn die irgendwo anders im Haus lebenden Kakadus so laut schreien, dass ein Unwissender denken könnte, in anderen Stockwerken würden Kinder gequält.

Jonas Liebmann gehört zu den Nutzern, die sich schon vor der Eröffnung des Betahauses einquartiert haben, als es sich sozusagen noch in der Alphaphase befand. Er arbeitet für das Iversity-Projekt - eine Plattform, die die Zusammenarbeit von Lehre und Forschung im Internet erleichtern und Präsentationen von Arbeitsergebnissen ermöglichen soll.

Eindruck schinden

Jonas fühlt sich wohl im Betahaus, er strahlt, wenn er darüber spricht. Er nutzt es vor allem, um sein Projekt zu koordinieren und Treffen abzuhalten. "Bei Kooperationspartnern fände ich es ein bisschen läppisch, das bei mir zu Hause zu machen". Da ist das Betahaus geradezu repräsentativ - zumindest im Vergleich zu "einem popeligen Büro für 300 Euro".

 Analoges Twittern im BetahausAnaloges Twittern im Betahaus 

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K.A.I.N. 06. Aug 2009

Ja, wir armen Bürger, die wir so gerade über die Runden kommen. Wie können wir es nur...

puffbesitzer 05. Aug 2009

du bist zu billig!!!

Horstmann123 05. Aug 2009

Einer fing an, irgendeinen Blödsinn auf einen Zettel zu krakeln, schrieb nen Namen drauf...

hurz 05. Aug 2009

… oder war möglicherweise auch auf besseren Unis als Du (bzw. hat mehr daraus...

Mutschler 05. Aug 2009

wirklich. ich tue das sehr gerne.


Internetszene.de / 05. Aug 2009

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