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Harman Kardons erste netzwerkfähige AV-Receiver

Vernetzte High-End-Receiver AVR 760 und AVR 660. Von Harman Kardon kommen zwei neue High-End-AV-Receiver; die ersten des Unternehmens, die auch netzwerkfähig sind. Der AVR 760 und der AVR 660 verfügen über einen aktuellen Faroudja-Scaler, bieten Dolby Volume und unterstützen Multiroom-Betrieb.
/ Christian Klaß
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Sowohl der AVR 760 als auch der AVR 660 bieten eine Audioausgangsleistung von 7 x 85 Watt (RMS). Ein Mehrkanal-DSP von Texas Instruments, der Aureus DA710, soll für aufwendigen Raumklang sorgen. Stereoton soll auf 5.1- und 7.1-Kanal-Lautsprechersystemen ebenfalls eindrucksvoll klingen. Bei den Tonformaten wird das derzeit Übliche unterstützt, darunter auch DTS 24/96, DTS-ES-6.1, Dolby TrueHD und DTS-HD Master Audio.

AVR 760 und AVR 660 zählen jedoch zu den ersten AV-Receivern, die Dolby Volume unterstützen. Damit werden Schwankungen des Lautstärkepegels beim Wechsel von Kanälen, Audioquellen oder bei überlauten Werbeunterbrechungen ausgeglichen, ohne dass laut Hersteller die Klangqualität leidet.

In den Geräten arbeiten zwei Videoprozessoren vom Typ Faroudja DCDi Cinema, die für eine hohe Bildqualität sorgen sollen. Und für ein im Vergleich zu den Vorgängern verbessertes 1080p-Upscaling für alle analogen und digitalen Quellen.

Internetradio und USB

Mit dem AVR 760 und AVR 660 setzt nun auch Harman Kardon als Nachzügler auf Heimvernetzung. Über eine Ethernetschnittstelle lassen sich Internetradiosender empfangen und Musik von Netzwerkfestplatten wiedergeben. Erwähnt werden nur MP3- und Windows-Media-Musikdateien. Ein integrierter UKW/MW-Tuner bietet 30 Senderspeicher.

Anders als etwa beim Denon AVR-4310 oder dem Onkyo TX-NR807 bleiben bei Harmans Neulingen Musikdienste wie Rhapsody, Napster oder das kostenlose Last.fm noch außen vor.

Für Firmwareupgrades muss die USB-Schnittstelle genutzt werden – die Ethernet-Schnittstelle scheint dafür nicht vorgesehen zu sein. Über USB können auch JPEG-Bilder und Musik von USB-Datenträgern gelesen und wiedergegeben werden. Apples iPods und iPhones können über eine optionale Dockingstation ("The Bridge II") angeschlossen, gesteuert und aufgeladen werden.

Die Schnittstellen am AVR 760/660

Es lassen sich vier HDMI-Quellen, drei Komponentenquellen und drei S-Video-Quellen anschließen. Ein Cinch-Videoeingang sitzt an der Gehäusefront, um etwa Spielehandhelds oder portable Wiedergabegeräte bequem anschließen zu können. Die Ausgabe erfolgt über HDMI oder über Komponente. Die beiden Receiver können zudem als HDMI-Repeater dienen.

Auf der Audioseite gibt es acht Digitaleingänge; je drei optische und drei koaxiale auf der Rückseite und je einen optischen und einen koaxialen auf der Vorderseite. Auf der Rückseite sitzen zwei Digitalausgänge, je einmal optisch und koaxial.

Dazu kommen noch 7.1-Kanal-Direkteingänge zur Verwendung mit externen Surround-Decodern und 7.1-Vorverstärkerausgänge für externe Verstärker oder Aktivlautsprecher. Zwei Subwoofer-Ausgänge für direkten Anschluss von Aktiv-Subwoofern finden sich ebenfalls an den Receivern, die damit einen 5.2- oder 7.2-Betrieb ermöglichen. Der AVR 760 kann bei der automatischen Kalibrierung im Unterschied zum AVR 660 beide Subwoofer getrennt messen und anpassen.

Bis zu zwei Räume versorgen

Im Multiroom-Betrieb kann der AVR 660 einen zweiten Raum mit Musik versorgen, während der AVR 760 einen zweiten Raum auch mit Video beliefern kann. Bei beiden Geräten muss aber auf 7.1- oder 7.2-Kanalklang verzichtet werden, wenn es in zwei Räumen Ton geben soll. Dann stehen im ersten Raum 5.1- und im zweiten Raum 2.1-Klang zur Verfügung.

Die Inbetriebnahme und die weitere Bedienung soll ein neues, hochauflösendes Bildschirmmenü vereinfachen. Dessen Menüs blenden sich transparent über laufende Videos. Auch die hintergrundbeleuchtete Fernbedienung wurde neu gestaltet. Eine Systemsteuerung über einen RS-232-Port ist weiterhin möglich.

Der AVR 760 wird 2.499 Euro kosten, für den AVR 660 gibt Harman Kardon(öffnet im neuen Fenster) 1.999 Euro an. Die Auslieferung wurde für September 2009 angekündigt – in diesem Monat werden die Geräte auch auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin gezeigt.


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