Steve Ballmer: Wir haben bei Netbooks versagt
Microsoft-Chef kündigt High-End-Netbooks noch für dieses Jahr an
Steve Ballmer hat auf dem jährlichen Analystentreffen freimütig bekannt, dass Microsoft und die Computerhersteller bislang dabei versagt hätten, den Nutzern die richtigen Netbooks anzubieten. Nötig seien flache Geräte mit mehr Rechenpower und vor allem größeren Displays.
Microsoft-Chef Steve Ballmer hat auf dem Financial Analyst Meeting 2009 Selbstkritik geübt. Microsoft, Intel, Dell, HP, Acer, Toshiba und Asus hätten es bislang nicht geschafft, leistungsfähige Netbooks mit einem größeren Display anzubieten. "Wie zum Teufel konnte es passieren, dass wir das alle vermasselt haben?", fragte Ballmer in die Runde.
Seine beiden älteren Söhne besäßen schöne Lenovo-Laptops, so der Milliardär. Als er jedoch eines Tages ein kleines Acer-Netbook mit nach Hause brachte, begannen die Kinder sich darum zu streiten. "Ihr habt doch eure eigenen Notebooks, wo ist verdammt noch mal das Problem? Warum streitet ihr euch um diesen Rechner, den ich nur mit nach Hause gebracht habe, um damit etwas rumzuspielen?", sei Ballmers Reaktion gewesen. Doch für die Kinder sei das Acer-Netbook interessant, weil es "cool und leicht" und "einfach zu halten" sei.
Doch mittlerweile seien die beiden Ballmer-Söhne auch mit einem Netbook nicht mehr zufrieden und beklagten sich: "Papa, das Display ist zu klein. Warum können wir kein Netbook kriegen, das ein Display hat wie unser Lenovo?"
Solche High-End-Netbooks sollen aber noch dieses Jahr auf den Markt kommen, versprach Ballmer. Intel bezeichne sie als "ultra-thin". Und wenn die Unternehmenskunden nach solchen Rechnern mit einem größeren Bildschirm und etwas mehr Performance fragten, werde es bald eine entsprechende Angebotspalette geben. Dies sei sehr wichtig für die Steigerung des Aktionärsvermögens und des Umsatzes. "Solche Geräte wird es aber wahrscheinlich nicht für 299 oder 399 (US-Dollar) geben." Sie würden teurer sein und eine gute Performance bieten.
Allerdings trägt Microsoft weitgehend selbst die Schuld an den kleinen Displays, Festplatten und Speicherausstattungen von Netbooks. Der Softwarehersteller verkauft seine besonders billige ULCPC-Lizenz von Windows XP nur an PC-Hersteller, wenn diese sich an eine recht magere Ausstattung halten: 1 GByte RAM, maximal 160 GByte Festplattenplatz (zu Anfang sogar nur 80 GByte) und ein 10,2-Zoll-Display dürfen es maximal sein.
Gerüchten zufolge plant Microsoft mit der Einführung von Windows 7 Lockerungen entsprechender Vorgaben, auch für Windows XP.
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"braucht Windows immer mehr Bildschirmfläche weil jedes Fenster neben der Nutzlast auch...
Und wenn Steves Kinder einen fahren lassen, dann duftet das nach Rosen!
MSN
Wieso verschwenden? Das Trackpad wäre sowieso unterhalb der Tastatur, sofern das Lenovo...