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O2 Germany macht ein Drittel mehr Umsatz mit Datendiensten

Telefónica-Tochter kann bei Umsatz und Gewinn zulegen. O2 Germany hat im letzten Halbjahr erheblich mehr Umsatz mit Datendiensten gemacht. Anders als die Konzernmutter konnte der Telekommunikationskonzern den Gewinn steigern und 450.000 Neukunden gewinnen.
/ Achim Sawall
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Der Telekommunikationskonzern Telefónica O2 Germany hat hierzulande im letzten Quartal rund 450.000 Kunden gewonnen und liegt damit bei 15,2 Millionen. Von den Mobilfunkkunden hatten 7,2 Millionen Postpaid- und 7,7 Millionen Prepaid-Verträge. Die Zahl der DSL-Kunden stieg auf 253.000.

Der Umsatz von Telefónica O2 Germany kletterte von 893,8 Millionen Euro auf 896 Millionen Euro. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen (OIBDA) lag bei 230 Millionen Euro. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres wurden 178,3 Millionen Euro erzielt. Vom ersten zum zweiten Quartal habe sich der "Anstieg der Profitabilität nochmals erhöht" , sagte André Krause, der Finanzchef von Telefónica O2 Germany. Der durchschnittliche Erlös pro Kunde (Average Revenue per User – ARPU) ging jedoch von 17,6 Euro auf 15,7 Euro zurück.

Der Umsatz mit mobilen Datendiensten (ohne SMS) stieg im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres gegenüber dem Vorjahr um ein Drittel und trägt nach den Angaben 10 Prozent zum mobilen Serviceumsatz bei. Investitionen in ein "eigenes schnelles Datennetz" zahlten sich damit aus, sagte Krause. O2 will in den vergangenen beiden Jahren knapp zwei Milliarden Euro für den Netzausbau ausgegeben haben.

Der Mutterkonzern Telefónica musste im zweiten Finanzquartal einen Gewinnrückgang um 6,1 Prozent hinnehmen. Das spanische Unternehmen mit Hauptsitz in Madrid erzielte einen Gewinn von 1,93 Milliarden Euro, nach 2,06 Milliarden Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Analysten hatten nur 1,82 Milliarden Euro erwartet. Im Vorjahr wurde der Gewinn durch Verkäufe von Beteiligungen und Konzernteilen aufgebessert. Der Umsatz verringerte sich um 2,6 Prozent auf 13,89 Milliarden Euro.

Die Telefónica generiert ungefähr ein Drittel der Einnahmen in Spanien, ein weiteres Drittel in Lateinamerika und den Rest aus anderen europäischen Einheiten, vor allem aus Großbritannien und Deutschland. In Lateinamerika legte die Telefónica beim Umsatz um 3,6 Prozent auf 5,57 Milliarden Euro zu. In Spanien büßte der Telekommunikationskonzern 6,9 Prozent Umsatz ein und erzielte 4,8 Milliarden Euro. Auf den übrigen europäischen Märkten sank der Umsatz um 5,9 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro.


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