Stoned Bootkit greift auch verschlüsselte Festplatten an
Der 19-jährige Software Engineer und Malware-Analyst Peter Kleissner von Ikarus Security Software(öffnet im neuen Fenster) hat mit dem Stoned Bootkit ein neues Windows-Bootkit entwickelt, das als Boot-Virus kommt. Es wird vor dem Start von Windows geladen und läuft parallel zum Betriebssystem, so dass es von Anti-Viren-Software nicht erkannt werden kann. So erhält die Software uneingeschränkten Zugriff auf das gesamte System.
Da es im Master-Boot-Record (MBR) abgelegt ist, machen ihm auch verschlüsselte Festplatten nichts aus. Denn auch die Software zur Entschlüsselung ist im MBR abgelegt. So funktioniert das Stones Bootkit auch mit Festplatten, die mit TrueCrypt verschlüsselt sind, worauf das Bootkit speziell angepasst wurde.
Nach Angaben von Kleissner ist seine Software die erste, die Windows XP, Server 2003, Windows Vista und Windows 7 angreifen kann, mit integrierten FAT- und NTFS-Treibern daherkommt, eine Plug-in-Struktur für künftige Erweiterungen mitbringt und mit TrueCrypt verschlüsselte Festplatten angreifen kann.
Nicht nur Kriminelle könnten solche Angriffe nutzen, auch für Strafverfolgungsbehören sind solche Ansätze mit Blick auf die Onlinedurchsuchung interessant.
Kleissner will in Zukunft weitere Versionen des Stoned Bootkit(öffnet im neuen Fenster) veröffentlichen und stellt es zudem als Open-Source-Framework zum Download bereit.
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