Elektronen spielen auf Nanosaite

Niederländische Wissenschaftler messen Einfluss von Elektronen auf Nanodraht

Wissenschaftler der Technischen Universität im niederländischen Delft haben gemessen, wie einzelne Elektronen ein schwingendes Nanoröhrchen aus Kohlenstoff beeinflussen. Ihre Ergebnisse sind wichtig für die Entwicklung künftiger Nanosysteme.

Artikel veröffentlicht am ,

Für ihr Experiment haben die Forscher um Gary Steele in einer Umgebung mit Temperaturen um den absoluten Nullpunkt einen 800 Nanometer langen Draht zwischen zwei Halterungen gespannt. Mit Hilfe einer Antenne legten sie dann ein elektrisches Wechselfeld an den Nanodraht und brachten ihn zum Schwingen.

Die Wissenschaftler haben dann die Zahl der Elektronen auf der schwingenden Saite gezielt verändert. Die Zahl der Elektronen auf dem Nanoröhrchen beeinflusst dessen Vibrationsverhalten. Jedes Mal, wenn ein Elektron hinzukommt, ändert sich auch die Frequenz der Schwingung. Indem die Forscher die Änderungen auswerteten, konnten sie sogar den Einfluss eines einzigen Elektrons auf den Nanodraht feststellen.

Diese Arbeiten seien, so die Wissenschaftler, ein wichtiger Schritt für die Entwicklung sogenannter Nano-Elektromechanischer Systeme (Nano Electro Mechanical Systems, NEMS), wie etwa von Schaltern oder Messinstrumenten im Nanobereich. Ein Nanometer entspricht einem Millionstel Millimeter. Zum Vergleich: Der Durchmesser eine menschlichen Haares beträgt etwa 70 Mikrometer - das sind 70.000 Nanometer.

Die Delfter Forscher um Gary Steele haben ihre Ergebnisse auf Science Express, dem Onlineangebot des Fachmagazins Science, veröffentlicht.

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