Ein "Haikäfig" für Microsoft Office 2010

Notlösung gegen Angriffe auf Dateiformate

Künftige Microsoft-Office-Versionen werden in einer Sandbox arbeiten. Damit will der Hersteller die Programme besser gegen Angriffe auf Schwachstellen in den Office-Dateiformaten schützen.

Artikel veröffentlicht am ,

Microsofts Office-Suite ist berüchtigt für ihre Sicherheitslücken. In den vergangenen drei Jahren hat das US-CERT an die 30 kritische Sicherheitslücken gemeldet, von denen auch Office betroffen war. Zuletzt am 14. Juli 2009 hieß es: "Microsoft hat Aktualisierungen für den Office-Publisher veröffentlicht, um kritische Sicherheitslücken zu beheben."

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Damit soll in Zukunft Schluss sein. Wie die Computerworld unter Berufung auf den Gartner-Analysten John Pescatore mitteilt, soll die Office-Suite einen virtuellen Haikäfig bekommen. Durch das Ausführen der Office-Programme in einer Sandbox will Microsoft verhindern, dass sich Angreifer über Sicherheitslücken Zugriff auf das System verschaffen.

Zu den größten Schwachstellen der Office-Suite gehören ihre komplexen Dateiformate. Durch Manipulationen an Word-, Excel- oder Powerpoint-Dateien gelingt es Angreifern immer wieder, beim Öffnen der Dateien durch Office-Programme ins System einzubrechen. Die Schwachstellen finden die Angreifer mit Hilfe von Programmen, die per Zufallsgenerator Dateien generieren, sogenannte Fuzzing-Tools. Die Dateien werden mit Office-Programmen geöffnet. Von Fall zu Fall verhält sich dann ein Office-Programm verkehrt und öffnet die Tore zum System.

Microsofts Plan, Office nur noch in einer Sandbox ablaufen zu lassen, soll diesem Vorgehen einen Riegel vorschieben. Dazu John Pescatore: "Was passiert, ist, dass die bösen Jungs Fuzzing-Werkzeuge benutzen, um Schwachstellen in Office zu finden. Jetzt sagt Microsoft, 'Okay, wir können unmöglich alle Lücken finden, geschweige denn schließen. Also stecken wir die Lücken in eine Sandbox.'"

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Neben der Sandbox wird es weitere Verfahren zur Absicherung von Office-Programmen geben, etwa einen "Protected View", der Word-, Excel- und Powerpoint-Dateien ohne Schreibzugriff öffnet. Die neuen Technologien sollen erstmals bei Office 2010 zum Einsatz kommen, wie einem Eintrag von Brad Albrecht in einem offiziellen Microsoft-Blog zu entnehmen ist. [von Robert A. Gehring]

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Nobrainer 28. Jul 2009

Also, wenn man mit einer gefaelschten Datei einen BufferOverrun erzeugen kann, der dann...

spender 28. Jul 2009

dann sag mir, warum du linux verwendest? :) frickler *sind* hobbybastler!

TourDeForce 28. Jul 2009

Und wo steht da jetzt bitte etwas von Mac-MS-Office-only, sprich Entourage? Lesen...

IT-Consultant 27. Jul 2009

wird dann auch endlich in einer Sandbox ablaufen. Damit wäre dann auch den Spielkindern...



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